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APA-Artikel 13. September 2012

Patientenbeauftragter kritisiert Ärztestreiks

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), hat die angekündigten Praxisschließungen der Ärzte kritisiert. "Ich bin maßlos enttäuscht, dass der Konflikt auf dem Rücken der Patienten ausgetragen werden soll", sagte Zöller der "Passauer Neuen Presse" (Freitagsausgabe). Es dürfe nicht sein, dass die Krankenkassen und Ärzte ihren Honorarstreit zu Lasten unbeteiligter Dritter austrügen.

Zöller wies beiden Seiten eine Mitverantwortung an der Eskalation des Konflikts um die Ärztehonorare für das kommende Jahr zu. Einerseits gebe es die zweistelligen Milliardenüberschüsse der Kassen. Aber auch die Ärzte hätten die Honorarverteilung untereinander "nicht so gerecht gelöst, wie es ein müsste". Die Selbstverwaltung sei gefordert, die Interessengegensätze zu lösen und die Versorgung der Patienten sicherzustellen, forderte Zöller.

Die Mehrheit der niedergelassenen Ärzte hat sich in einer Urabstimmung für zeitweilige Praxisschließungen ausgesprochen. Die Mediziner fordern mehr Honorar als bislang vorgesehen.

apa.at

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