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APA-Artikel 11. September 2012

Private Krankenanstalten bieten erstklassige Medizin

"Derart unbegründete Vorwürfe der neuen Patientenanwältin Pilz können wir keinesfalls stehen lassen", erklärt Mag. Cornelia Obermeier, Generalsekretärin des Verbandes der Privatkrankenanstalten Österreichs. "In den privaten Krankenhäusern legen wir größten Wert auf die Sicherheit unserer PatientInnen und können diese auch bestens gewährleisten." In allen privaten Krankeneinrichtungen gibt es rund um die Uhr einen ärztlichen Dienst, auch wenn der Vertrauensarzt des Privatpatienten bereits gegangen ist. Dadurch ist eine kompetente, medizinische RundumBetreuung zu jeder Zeit gewährleistet, wie in jedem öffentlichen Spital. "PrivatpatientInnen auf unsachliche Art und mit unwahren Behauptungen Angst zu machen, um sie in die öffentlichen Krankenanstalten zu locken, ist absolut unprofessionell und letztklassig. Hier müssen wir einfach aufklären."

Prinzip der "abgestuften Versorgungsintensität" betrifft private ebenso wie öffentliche Krankenhäuser

In Österreich wird zwischen Standardkrankenhaus, Schwerpunktkrankenhaus und Zentralkrankenanstalt (in Wien das AKH) unterschieden. Das Prinzip der "abgestuften Versorgungsintensität" sieht vor, dass Patienten in schwerwiegenden Fällen in Schwerpunkt- oder Zentralkrankenanstalten transferiert werden. Dies gilt für öffentliche ebenso wie für private Krankenhäuser. "Es wäre vollkommen unwirtschaftlich alle Krankenhäuser in derselben Intensität auf hochkomplexe medizinische Akutsituationen vorzubereiten. Das kann sich auch die öffentliche Hand nicht leisten", so Mag. Cornelia Obermeier, Generalsekretärin des Verbandes der Privatkrankenanstalten Österreichs. "Deswegen werden die anderen Wiener Spitäler von der Patientenanwältin aber nicht als "Kaffspitäler" bezeichnet. Wir fragen uns, woher diese ungleiche Bewertung rührt." In der Zentralkrankenanstalt ist durch Geräte, Personaldichte und eine für alle Eventualitäten ausgestattete Intensivstation die zweifellos beste Versorgungssituation in Akutfällen gegeben. "Hochkomplexe Operationen, z.B. am Herzen, bei denen mit Komplikationen gerechnet werden muss, werden sinnvoller Weise im Wiener AKH durchgeführt", so Mag. Obermeier. "Der weitaus größte Teil aller Eingriffe - vom Grauen Star über Geburten und Blinddarm bis hin zum Knieimplantat - kann jedoch auch in Krankenanstalten mit niedrigerer Versorgungsintensität problemlos durchgeführt werden. Die medizinische Ausstattung der Privatkliniken ist dabei erstklassig." Bei der Einführung modernster Medizintechnik sind speziell die Wiener Privatkrankenanstalten oft Vorreiter, die Ausstattung reicht dabei weit über die eines Standardkrankenhauses hinaus.

Transferrate der Privatspitäler unter 2%: Öffentliche Häuser transferieren ebenso

Rund 2 von 100 Patienten werden in ein Schwerpunkt- oder Zentralkrankenhaus gebracht. Dies wird dann nötig, wenn sich der Zustand eines Patienten beispielsweise aufgrund einer unvorhersehbaren Infektion bedeutend verschlechtern sollte. "Auch hier gilt: Es geht nicht um einen Transfer von einem privaten in ein öffentliches Krankenhaus - sondern um eine rasche Überstellung der Patienten ins Wiener AKH, wie sie auch von öffentlichen Krankenhäusern laufend durchgeführt wird", erklärt Mag. Obermeier. "Die Sicherheit unserer PatientInnen steht an erster Stelle. Wir verpflichten uns höchsten Standards in den Bereichen Patientensicherheit, Transparenz und Qualität. Gerade darum wird selbstverständlich überstellt, wenn das die uneingeschränkte Sicherheit des Patienten verlangt."

Haftungsverweis auf der Website?

Selbstverständlich ist ein Arzt für seine medizinische Leistung verantwortlich. Als Angestellter eines Krankenhauses haftet in erster Linie das Krankenhaus ("Dienstnehmer-Haftpflicht"). Im privaten Bereich tritt der Belegarzt als Unternehmer auf und haftet daher auch direkt dem Patienten gegenüber - umso mehr tritt für Belegärzte die Sicherheit der Patienten in den Vordergrund. Im Rahmen der Organisationshaftung ist aber natürlich immer auch das Haus involviert. "Nachdem dies alles gesetzlich geregelt ist, sieht der Verband der Privatkrankenanstalten bisher keinerlei Grund, darauf zusätzlich auf Websites der Kliniken hinzuweisen", so Mag. Obermeier. "Aber wir können natürlich gerne über alles diskutieren."

Warum entscheiden sich Ärzte für ein privates Spital?

Im November 2011 wurde im Rahmen des Qualitätsmanagements der Goldenes Kreuz Privatklinik zum zweiten Mal eine systematische Befragung aller ÄrztInnen durchgeführt. Die Befragung erhob u.a. die Relevanz unterschiedlicher Aspekte, welche die Entscheidung eines Arztes für ein Krankenhaus beeinflussen (1) : Der Infrastrukturbeitrag steht dabei nahezu an letzter Stelle.

(1) Die BelegärztInnen wurden eingeladen, online oder schriftlich einen Fragebogen zu beantworten. Für die Befragung war der vierwöchige Zeitraum von 14. November bis 12. Dezember 2011 vorgesehen. Bis zum 12. Dezember 2011 hatten 89 von insgesamt 291 BelegärztInnen den Fragebogen beantwortet.

Rückfragehinweis: Carina Kink, Geschäftsführung, eXakt PR GmbH, Gesundheitskommunikation mit Strategie, Tel.: 0699 11461291, Mail:

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