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APA-Artikel 10. September 2012

"Kindern beim Atmen zusehen" - was gibt es Neues in der Kinderradiologie am Beispiel nicht invasive Bildgebung

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen - dieser Satz beschreibt alle Unterschiede. Die hohe Strahlensensibilität, und das damit verbundene Risiko der kleinen Patienten lässt die Kinderradiologen rastlos nach einer Reduktion der Strahlendosis forschen sowie an alternativen bildgebenden Verfahren arbeiten", so Prof Erich Sorantin, Leiter der Abteilung Klinische Kinderradiologie an der Medizinische Universität Graz.

An der Klinischen Abteilung für Kinderradiologie Graz ist man auf diesem Weg bereits wesentliche Schritte weitergekommen. Hinter dem Begriff "nicht invasive Bildgebung" stehen bedeutende Neu- und Weiterentwicklungen. Als Beispiel wäre die elektrische Impedanztomographie zu nennen -- ein strahlenfreies Verfahren, welches es Kinderradiologen erlaubt die regionale Luftverteilung in Echtzeit zu beobachten und Abweichungen zu diagnostizieren.

Ein auf Infrarot basierendes Verfahren (ähnlich harmlos wie eine Fernsehfernbedienung) erlaubt in Kombination mit schlauer Datenverarbeitung die Erfassung der Atembewegungen des Brustkorbs und sogar Rückschlüsse auf die Zwerchfellbeweglichkeit -- ohne die Kinder zu berühren.

In Kooperation mit der Medizintechnikindustrie können mittels der Magnetresonanztomographie strahlungsfrei und ohne Injektion von Kontrastmitteln die Lungenbelüftung und Durchblutung dargestellt werden -- ein ideales Verfahren für chronisch lungenkranke Kinder. Neueste Ergebnisse vom Einsatz des Ultraschalls in der Diagnostik von Lungenveränderungen bei Frühgeborenen erlauben eine Reduktion von Röntgenaufnahmen sowie eine Vorhersage, welche Kinder an Spätfolgen leiden werden.

apa.at

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