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APA-Artikel 31. August 2012

Patienten zufrieden mit ethischem Verhalten an Spitälern

Patientinnen und Patienten sind offenbar sehr zufrieden mit den Schweizer Akutspitälern. Vor allem das ethische Verhalten erzielte in der Patientenbefragung 2011 Höchstnoten. Die Spitzenwerte sind jedoch mit Vorsicht zu geniessen.

Befragt wurden die Patienten zur Behandlungsqualität, zur Auskunft durch Ärzte und Pflegepersonal sowie zur Wahrung von Respekt und Würde. Auf einer Skala von 1 bis 10 liege der Schnitt der Antworten jeweils zwischen 9 und 9,4, teilte der Nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) am Freitag mit.

33'000 Patienten an 163 Spitälern haben im vergangenen November den Bogen mit fünf Fragen ausgefüllt. Über 40 Prozent der Befragten waren zwischen 60 und 80 Jahre alt. Nach 2009 war dies die zweite Umfrage dieser Art.

Am besten abgeschnitten hat das ethische Verhalten des Personals: 71,5 Prozent gaben für eine respekt- und würdevolle Behandlung die Höchstnote 10. Der Durchschnitt liegt bei 9,4. «Ein guter Ausweis für die Schweizer Spitäler», bilanziert der ANQ.

Der Verein sieht allerdings auch kritische Fragen aufgeworfen. Im Bericht zur Befragung hält er fest: «Die Häufung der sehr positiven Antworten am Ende der Antwortskala (9 und 10 von maximal 10 Punkten) wird als sogenannter Deckeneffekt kritisiert und könnte darauf hinweisen, dass die möglichen Antworten nicht ausreichend differenzierte Aussagen zulassen.»

Der ANQ will die Patientenbefragung künftig jedes Jahr durchführen. Die nächste ist für September 2012 geplant.

apa.at

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