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APA-Artikel 13. August 2012

Deutscher Minister will auch Organspende-Stiftung überprüfen lassen

Angesichts des Organspende-Skandals in Deutschland sieht der deutsche Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) auch bei der Deutschen Stiftung Organspende (DSO) Korrekturbedarf. "Auch die DSO muss sich einer kritischen Überprüfung unterziehen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Ihre Strukturen müssen weiter verbessert werden." Erste Verbesserungen seien durch das gerade in Kraft getretene Gesetz erreicht worden.

Günter Kirste, der medizinische Vorstand der DSO, sieht die Stiftung jedoch nicht von dem Skandal betroffen. "Betroffen sind die Transplantationszentren, die unter Aufsicht der Länder stehen", sagte er der Zeitung. Die DSO ist als Koordinierungsstelle verantwortlich für die Organisation der Entnahme und Konservierung von Organen sowie für deren Transport. Kirste wies darauf hin, dass es per Gesetz eine Trennung zwischen Organspende, Verteilung und Transplantation gebe.

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Deustchen Bundestag, Johannes Singhammer, forderte mehr staatliche Kontrolle: "Wir brauchen bei der Organspende eine staatliche Aufsicht. Das zeigen die Vorfälle der jüngsten Zeit, die noch vor wenigen Wochen undenkbar schienen", sagte der CSU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Der Staat brauche ein unmittelbares Kontrollrecht. "Es gibt auf der Bundesebene genügend Institutionen, die das ausüben könnten."

apa.at

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