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APA-Artikel 31. Juli 2012

Neue Überprüfung in angeblich keimverseuchtem Kärntner Seniorenheim

Die Sozialabteilung des Landes Kärnten und der Betreiber eines Villacher Seniorenheims, das am Samstag wegen akutem Keimbefall geschlossen worden war, haben sich am Dienstagnachmittag auf das weitere Vorgehen geeinigt. Am Mittwoch wird ein gemeinsam bestellter Sachverständiger Proben im ganzen Haus nehmen. Am Freitag oder Samstag sollen die Befunde vorliegen. Am Montag könnte das Heim bei Unbedenklichkeit wieder geöffnet werden, so Soziallandesrat Christian Ragger (FPK).

"Vonseiten der Betreiber wurde eingestanden, dass es Gefahr in Verzug gegeben hatte", sagte Ragger am Dienstag auf APA-Anfrage. Seit der Schließung am Samstag seien umfangreiche Reinigungsarbeiten durchgeführt worden. Deswegen glaubt Ragger, dass der Sachverständige bei der neuerlichen Überprüfung die Unbedenklichkeit der Einrichtung feststellen wird. Die Betreiber sind zuversichtlich, dass der Entzug der Betriebserlaubnis zurückgenommen wird.

Noch am Dienstag zu Mittag hatten die Betreiber die Schließung in einer Aussendung als "völlig unverhältnismäßig und unangemessen" bezeichnet. Sie warfen der Sozialabteilung vor, unsachgemäß Proben gezogen zu haben. Ragger habe sie "politisch motiviert" vorverurteilt. Außerdem verwiesen sie darauf, dass trotz Schließung keiner der 117 Bewohner das Heim gewechselt hätte.

apa.at

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