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APA-Artikel 27. Juli 2012

ELGA - Patientenanwältin kritisiert Kampagne der Wiener Ärztekammer

Die erst kürzlich ernannte neue Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz geht mit der Ärztekammer hart ins Gericht und übt scharfe Kritik an der jüngsten Kampagne der Ärzte gegen die Elektronische Gesundheitsakte ELGA. "Es ist unerträglich, wie man mit der Feststellung, dass es 100.000 Zugriffsberechtigte geben wird, kranken Menschen Angst einjagen will", empörte sich Pilz am Freitag via Aussendung. ELGA sei ein wichtiger Schritt zu mehr Sicherheit für die Patienten.

Wiens Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres wisse "ganz genau, dass der Zugriff auf die Daten der einzelnen Patienten penibel geregelt und extrem eingeschränkt ist. Man nimmt aber offensichtlich gern in Kauf, dass die Wiener nun nach Lektüre des Flugblatts befürchten, tausende Unberechtigte würden ungehindert in ihren persönlichen Krankengeschichten stöbern", verurteilte Pilz die in Ordinationen aufgelegten Unterschriftenlisten für Patienten.

Es sei klar, dass der lückenlose Datenschutz im Zusammenhang mit der Gesundheitsakte sichergestellt werden müsse, betonte die Patientenanwältin. Für chronisch Kranke sei die Verfügung über eine für sie selbst leicht zugängliche elektronische Krankengeschichte aber von hohem Wert. "Stoppen Sie diese Desinformationskampagne und kehren Sie im Interesse Ihrer Patienten zurück zur Sachlichkeit", appellierte Pilz an Szekeres.

apa.at

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