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APA-Artikel 25. Juli 2012

Patientenanwalt zu SVA Präventionsinitiative: Eigenverantwortung stärken und belohnen

In der Debatte um das Präventionsprogramm der SVA fordert Patientenanwalt Gerald Bachinger weniger Ideologie und mehr Pragmatismus von der Gesundheitspolitik: "Es gibt kein Entweder-Oder. Wenn ein neues Programm die Menschen zu einem bewussteren Lebensstil motivieren kann, dann ist es gut. Insofern ist die Initiative der SVA ein zartes Pflänzchen, das gedüngt werden muss - nicht zertreten!"

Für Bachinger ist ganz klar, dass es keineswegs darum geht, kranke Menschen zu bestrafen: "Vielmehr geht es darum, Zivilisationskrankheiten zu bekämpfen, die ein gesünderer Lebensstil erst gar nicht ausbrechen lässt. Die Schwarz-Weiss-Malerei in der laufenden Diskussion behindert eine wichtige Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems. Es ist höchste Zeit, um über die ideologischen Schatten zu springen und der Initiative eine Chance zu geben." Sowohl die Betonung auf Eigenverantwortung als auch finanzielle Anreizsysteme seien für sich gesehen Mosaiksteinchen einer gesamthaften Präventionsstrategie, "die aber rein gar nichts mit den medizinischen Leistungen zu tun hat, die jeder kranke Mensch selbstverständlich erwarten kann. Unser Gesundheitssystem muss heute einfach mehr können als Kranke heilen - Prävention und "Reparaturmedizin" gehen Hand in Hand und dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden", so der Patientenanwalt.

"Es darf keine Schuldzuweisungen geben, wenn jemand unverschuldet erkrankt. Es darf aber sehr wohl gefordert werden, dass ein modernes Gesundheitssystem gesunde Menschen nicht krank werden lässt. Insofern würden auch andere Krankenkassen dem Gesundheitssystem und ihren Versicherten mit eigenen Präventionsinitiativen und Anreizmodellen einen großen Dienst erweisen." Wichtig sei dabei jedoch die Freiwilligkeit.

Rückfragehinweis: Dr. Gerald Bachinger, NÖ Patientenanwalt, NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft, Rennbahnstrasse 29; Tor zum Landhaus, 3100 - St. Pölten, Tel.: +43 (0)2742/90 05-15575, Mob: +43 (0)676/812 15575, Fax: +43 (0)2742/90 05-15660

apa.at

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