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APA-Artikel 25. Juli 2012

Beschneidungen - LKH Graz vergibt vorerst keine neuen Termine

Die Grazer Kinderchirurgie hat nach der Kinderklinik Zürich nun ebenfalls Beschneidungen von Buben aus religiösen Gründen bis auf weiteres eingestellt. Wie die "Kleine Zeitung Digital" am Dienstag berichtete, sollen bereits fixierte Termine eingehalten, aber vorerst keine neuen Beschneidungen vereinbart werden. Das LKH Graz konnte den Bericht auf APA-Anfrage vorerst nicht bestätigen, will jedoch am Mittwoch Stellung nehmen.

"Die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie prüft die rechtliche und die ethische Lage und arbeitet an einer Stellungnahme zum Thema", wurde der Kinderchirurg Amulya Saxena von der Grazer Kinderchirurgie zitiert. In den kommenden Wochen soll die Entscheidung für das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit religiösen Beschneidungen fallen. Bis dahin wolle das LKH Graz keine neuen Beschneidungstermine mehr fixieren.

Das Kölner Landgericht hatte in einem Urteil vom Mai die Auffassung vertreten, die Beschneidung von Buben aus religiösen Gründen sei als Körperverletzung strafbar. Das für andere Gerichte nicht bindende Urteil stieß vor allem bei islamischen und jüdischen Verbänden im In- und Ausland auf scharfe Kritik. Am Donnerstag hieß es dann aus dem Züricher Kinderkrankenhaus, dass man medizinisch nicht notwendige Beschneidungen am Donnerstag bis auf weiteres gestoppt habe.

apa.at

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