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APA-Artikel 25. Juli 2012

"FAZ": 190 Millionen Euro mehr für Apotheker

Deutschlands Apotheker sollen nach Informationen der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Mittwoch) mehr Geld je verkaufter Arzneimittelpackung erhalten. Unter Berufung auf eine geplante Änderung der Arzneimittelpreisverordnung aus dem Haus von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) meldet die Zeitung, der Zuschlag auf den Packungspreis solle im kommenden Jahr um 25 Cent auf 8,35 Euro steigen. Die Apotheker würden damit 190 Millionen Euro mehr einnehmen.

Auf die von den Pharmaunternehmen festgelegten Verkaufspreise für Arzneimittel werden per Verordnung Zuschläge festgesetzt. Der Zuschlag, den die Apotheken erheben dürfen, beträgt laut Bundesgesundheitsministerium drei Prozent des Einkaufspreises. Hinzu kommt ein Fixbetrag - bislang sind das 8,10 Euro je Packung. Diese Kosten tragen die Versicherungen. Patienten müssen unabhängig davon noch Zuzahlungen bis zu zehn Euro leisten.

Der pharmazeutische Großhandel erhält seit Januar 2012 einen prozentualen Aufschlag von 3,15 Prozent je Packung, höchstens jedoch 37,80 Euro. Auch hier kommt ein Festzuschlag dazu - je Packung sind das noch einmal 70 Cent. Damit wird die Beschaffung, Bevorratung und Verteilung von Arzneimitteln vergütet.

Die Apotheker hatten eine Anhebung des seit 2004 unveränderten Zuschlags auf 9,14 Euro verlangt. Sie kritisierten den Vorschlag aus dem Hause Rösler scharf: "Das sind 25 Cent Erhöhung pro abgegebene Packung nach neun Jahren ohne Anpassung - da kAnn das letzte Wort noch nicht gesprochen sein", sagte der Präsident der Apothekervereinigung Abda, Heinz-Günter Wolf.

Bei den Krankenkassen hieß es dagegen, man warte gespannt auf eine stichhaltige Begründung für die Mehrausgaben. "Bisher konnten die Apotheker zu Umsatz, Gewinn und Betriebskosten keine belastbaren Daten vorlegen", sagte eine Sprecherin des Spitzenverbands der Zeitung.

apa.at

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