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APA-Artikel 23. Juli 2012

Korosec: Minister Stöger soll eigene Präventions-Vorschläge unterbreiten

"Gesundheitsminister Stöger hat sich am Wochenende viel Zeit genommen, um uns allen mitzuteilen: Das Vorsorge-Modell der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) lehne er strikt ab, es sei auch für die Gebietskrankenkassen nicht umzusetzen, weil dort kein Selbstbehalt bezahlt wird. Der zuständige Minister erklärt uns allen also, wie es seiner Meinung nach nicht geht. Doch Lösungsansätze, die seiner Meinung nach geeignet wären, bleibt er uns schuldig. Das ist verantwortungslos", erklärt LAbg. Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes.

"Faktum ist: Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) besteht ein erfolgreiches Gesundheitssystem aus fünf gleichwertigen Punkten, nämlich Prävention, Kuration, Rehabilitation, Pflege sowie Palliativ- und Hospizversorgung. In Österreich funktioniert die Kuration relativ gut, der Rest wird stiefkindlich behandelt. Während die SVA nun ein Modell umgesetzt (!) hat, das offensichtlich bestens geeignet ist, den Präventionsbereich für ihre Mitglieder deutlich zu verbessern, hat der Gesundheitsminister bis heute nicht einmal eine Idee, wie er die Prävention der anderen Versicherten ausbauen könnte. Eines kann man dazu auch gleich festhalten: Die siebenhundertste teure "Imagekampagne" wird jedenfalls nicht die Lösung sein", so Korosec weiter.

"Dabei weiß jeder Mensch mit ein wenig Hausverstand: Vorsorgen ist besser als heilen! Der Gesundheitsminister beschränkt sich jedoch auf populistische Ablenkungsmanöver, anstatt zuständigkeitshalber die Situation der Betroffenen zu verbessern. Leider passt dies zur Gänze in das Bild seiner bisherigen Leistungsbilanz", hält Korosec abschließend zum Thema Prävention fest.

Auch bei Palliativ- und Hospizversorgung sowie Pflege-Neuaufstellung ideenlos

"Und auch in zwei weiteren Bereichen, die für ein umfassendes Gesundheitssystem entscheidend sind, bleibt der Gesundheitsminister Lösungen Schuldig. In der Palliativ- und Hospizversorgung verweist der zuständige Minister höchstens auf die Länder-Zuständigkeit, wenn Bundesländer kundtun, sie seien mit der Finanzierung dieser Angebote zunehmend überfordert. Frage: Hat er diesen zunehmend wichtigen Punkt in der für Herbst angekündigten Gesundheitsreform mitbedacht, gar mitverhandelt? Ein ähnliches Bild zeigt sich auch im Pflegebereich: Zwar ist uns allen für Herbst eine Pflege-Strukturreform versprochen, doch fühlt sich der Gesundheitsminister auch dafür gar nicht zuständig - obwohl eine Strukturreform ja bedeuten würde, dass endlich die nötige Verzahnung zwischen Gesundheit und Pflege vorgesehen wird. Ernsthaft verhandeln, statt Lösungsansätze anderer rüde zurückzuweisen - das wäre der nun nötige Schritt in eine gesündere Zukunft aller Generationen Österreichs", fordert Korosec abschließend den Gesundheitsminister auf, selbst aktiv zu werden.

Rückfragehinweis:Österreichsicher Seniorenbundstv. GS Susanne WalpitschekerTel.: 0650-581-78-82 mailto:swalpitscheker@seniorenbund.at www.seniorenbund.at

apa.at

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