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APA-Artikel 23. Juli 2012

Verkauf von Internetapotheke DocMorris geht in heiße Phase

Der Pharmahändler Celesio treibt den geplanten Verkauf seiner Internet-Apotheke DocMorris voran. Die mit der Investorensuche beauftragte Deutsche Bank habe Interessenten erste Unterlagen zukommen lassen, sagten drei mit dem Vorhaben vertraute Personen am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Zum Verkauf stehen die Versand-Apotheke DocMorris mit Sitz in den Niederlanden und die Markenrechte.

Die "WirtschaftsWoche" berichtete am Samstag unter Berufung auf Unternehmenskreise, die Marke werde "voraussichtlich vom deutschen Markt verschwinden". Einen Grund für eine Einstellung der zum Verkauf stehenden Marke wurde in dem Bericht nicht genannt. Ein Insider sagte zu Reuters, deren Zukunft hänge wesentlich von der Entscheidung des Käufers ab. Der Name DocMorris wird in Deutschland von 160 inhabergeführten Apotheken genutzt.

Celesio hatte mit der 2007 übernommenen Internet-Apotheke zeitweise viele seiner Apothekenkunden vergrätzt, die durch die neue Konkurrenz ihre Marktstellung in Gefahr sahen. Mit der Entscheidung, die Versandapotheke zu verkaufen, will Celesio-Chef Markus Pinger unter anderem diesen Konflikt beenden. Ein Celesio-Sprecher sagte am Samstag lediglich, das Unternehmen wolle bis Ende dieses Jahres oder Anfang 2013 über einen Käufer entscheiden. Die Deutsche Bank wollte sich zu dem Thema nicht äußern.

Celesio erhält Lizenzgebühren von den Apotheken, die den Markennamen DocMorris nutzen. Die Verträge laufen über mehrere Jahre. Wie die "WirtschaftsWoche" weiter unter Berufung auf Verkaufsunterlagen der Deutschen Bank berichtete, soll der DocMorris-Umsatz auf mehr als 550 Millionen Euro im Jahr 2016 von 327 Millionen Euro 2011 steigen. Celesio hatte 2007 die Internet-Apotheke für rund 200 Millionen Euro übernommen.

apa.at

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