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APA-Artikel 12. Juli 2012

NÖ Landeskliniken-Holding: Gedämpfte Kostensteigerung durch Synergien

Die NÖ Landeskliniken-Holding, mit 27 Spitälern größter Gesundheitsdienstleister Österreichs, hat ihren Leistungsbericht 2011 vorgelegt. Unter der Prämisse bestmöglicher Patientenversorgung ließen aus betriebswirtschaftlicher Sicht Synergien seit der Übernahme der Häuser durch das Land die Kostensteigerung von knapp acht Prozent im Jahr 2008 auf 2,79 Prozent im Vorjahr sinken, betonte LHStv. Wolfgang Sobotka (V) bei der Präsentation der Zahlen am Donnerstag.

Allein in der Materialwirtschaft seien 122 Mio. Euro eingespart worden. Effektives Controlling sichere die Einhaltung des Budgets: Der Rechnungsabschluss lag um 16 Prozent unter dem Voranschlag.

385.000 Patienten werden jährlich stationär behandelt und 170.000 Operationen durchgeführt, die 19.500 Beschäftigte zählenden Kliniken weisen mit insgesamt 8.000 Betten zusammen 2,24 Millionen Belagstage auf. Rund eine Million Menschen kamen in die Ambulanzen - laut Sobotka wächst der ambulante Teil seit 1997 überproportional, was eine große Herausforderung für die Zukunft darstelle.

Das Bundesland ist in fünf Versorgungsregionen eingeteilt, in Akkordanz mit den Bundesvorgaben können 95 Prozent der Niederösterreicher innerhalb von 30 Minuten ein Landesklinikum erreichen. Die Krankenhäuser seien aber nicht nur wichtige Anlaufstellen für die Patienten, sondern mit 1,34 Milliarden regionaler Wertschöpfung auch bedeutende Wirtschaftsfaktoren in den Regionen.

Ein Gradmesser für die erbrachten Leistungen sei die Patientenzufriedenheit, die laut Befragung bei 93 Prozent liegt, verwies Sobotka Qualitätssicherung und -management. Durch die elektronische Vernetzung würden u.a. Doppelbefundungen entfallen.

Ein 131 Mio. Euro umfassendes Ausbauprogramm sorge für modernste Infrastruktur, erwähnte Sobotka u.a. den Baubeginn für das Logistikzentrum in Wiener Neustadt. Die Etablierung von Tumorboards bedeute einen Meilenstein in der Krebsbehandlung, im Notfallwesen finden intensive Simulatortrainings statt, "Videokonferenzsysteme" sollen auf alle Standorte ausgerollt werden. Finalisiert werde auch eine flächendeckende Palliativversorgung, besonderes Augenmerk gelte auch der Rekrutierung des Ärztenachwuchses.

apa.at

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