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APA-Artikel 10. Juli 2012

Tiroler Landesregierung beschloss neue Vereinbarung für Flugrettung

Die Tiroler Landesregierung hat eine "Mustervereinbarung" für den Transport mit Rettungshubschraubern beschlossen. Dem Patienten soll im Bereich der Grundversorgung künftig keine Rechnung mehr gestellt werden - unabhängig davon, welches Flugrettungsunternehmen im Einsatz war, erklärte Landeshauptmann Günther Platter (V) am Dienstag bei einer Pressekonferenz nach der Regierungssitzung. Die Regelung gelte rückwirkend mit 1. Jänner 2012, fügte Platter hinzu.

Von der Neuregelung nicht betroffen seien Sport- und Freizeitunfälle, sagte der Landeshauptmann. Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (V) werde in den nächsten Wochen die Unterschriften von allen betroffenen Flugunternehmern einholen, kündigte Platter an.

Das von der Leitstelle Tirol beauftragte Flugrettungsunternehmen verrechne für Einsätze im Bereich der Grundversorgung (Verkehrsunfälle, sonstige Unfälle und Notfälle) künftig Pauschalbeträge. Je nach Lage und Verlauf würden pro Einsatz 1.600 Euro bis 2.300 Euro in Rechnung gestellt, meinte der Landeshauptmann.

Scharfe Kritik am Regierungsbeschluss kam unterdessen von der größten Oppositionspartei im Landtag, der Liste Fritz-Bürgerforum Tirol. Deren Klubobmann, LAbg. Bernhard Ernst, bezeichnete in einer Aussendung die neue Regelung als "Flickwerk". Es brauche eine "verbindliche Regelung" und die könne nur lauten, dass das Land Tirol alle Rettungsflüge bezahle und sich dann an den Versicherungen der Betroffenen schadlos halte, meinte Ernst.

In Tirol werden jährlich rund 7.700 Einsätze der Flugrettung gezählt. Davon sind 2.100 auf medizinische Notfälle wie etwa Herzinfarkte zurückzuführen. Von diesen Einsätzen fliegen rund die Hälfte die ÖAMTC-Notarzthubschrauber, der Rest verteilt sich auf die übrigen Anbieter. Vonseiten des Landes gab es bisher lediglich einen Vertrag mit dem Christophorus Flugrettungsverein des ÖAMTC.

apa.at

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