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APA-Artikel 4. Juli 2012

Harreither: Investitionen in Wiens Gesundheitsinfrastruktur nicht mit Betriebskosten verwechseln

Bezugnehmend auf einen in der heutigen Ausgabe der "Kronen Zeitung" erschienenen Artikel zeigte sich die Vertretung der Beschäftigten im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) verwundert über die unsachliche Darstellung der Kostenentwicklung im Wiener Spitalswesen. Dazu Bernhard Harreither, Vorsitzender der Hauptgruppe II in der GdG-KMSfB (Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe), und damit oberster Personalvertreter im KAV: "Wer nicht zwischen den Investitions- und den Betriebskosten im Wiener Gesundheitsbereich unterscheidet, vergleicht Äpfel mit Birnen."

Harreither wies darauf hin, dass die Betriebskosten - also die laufende Ausgaben für das Personal oder den medizinischen Sachaufwänden - in den vergangenen zehn Jahren nur sehr moderat gestiegen sind. Die nun kritisierten, höheren Ausgaben seien in erster Linie auf Zukunftsinvestitionen zurückzuführen, die eine flächendeckende Modernisierung der Wiener Gesundheitsversorgung zum Ziel haben.

Der Vorsitzende der Hauptgruppe II verwies in diesen Zusammenhang auf große Infrastrukturprojekte wie den Bau des Krankenhauses Nord und die zahlreichen altersgerechten Neubauten im Zuge der Wiener Geriatriereform. Derartige Maßnahmen würden zwar derzeit mit einem Volumen von 230 Mio. Euro pro Jahr zu Buche schlagen, "diese Investitionen werden sich aber mittelfristig, gerade auch im Vergleich zu anderen Bundesländern, kostendämpfend auswirken", so Harreither. "Mit diesen Infrastrukturprogrammen wird nicht nur eine optimale Gesundheitsversorgung für die Wienerinnen und Wiener garantiert. Die jetzt durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen werden der Stadt Wien im laufenden Betrieb Kosten in Millionenhöhe ersparen. Diese Investitionen als laufende Kosten auszugeben ist daher schlicht unseriös", erläuterte der Personalvertreter.

Eine breite Debatte über das Wiener Gesundheitswesen sei begrüßenswert, so Harreither, wenn dabei nicht mit falschen Zahlen und verzerrten Darstellungen operiert wird. "Mit derartigen Schlagzeilen wird nicht nur die Bevölkerung verunsichert, letztlich gefährdet eine unsachliche Diskussion auch die Qualität der Gesundheitsversorgung in unserer Stadt", warnte Harreither abschließend.

Rückfragehinweis: Bernhard Harreither, Vorsitzender der Personalvertretung der Hauptgruppe II, Telefon Büro: 01 40409 70729, E-Mail:

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