zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 4. Juli 2012

Medizinische Assistenzberufe: WK hat für GÖD-Kritik kein Verständnis

Wenig Verständnis hat der Fachverband der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer (WK) am Mittwoch für die Kritik der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) am "Medizinische Assistenzberufe-Gesetz" gezeigt, das am Freitag im Parlament beschlossen wird. Die GÖD hatte sich am Dienstag darüber empört, dass künftig auch "Hilfskräfte" radiologische Untersuchungen durchführen dürfen und eine Gefahr für die Patientensicherheit sowie ein versuchtes Preisdumping geortet. Die Radiotechnologen fürchteten lediglich vor "Konkurrenz im Berufsalltag", so der Fachverband in einer Aussendung.

Bei Computertomographie (CT) und Magnetresonanz (MR) seien die Standards mittlerweile so fortgeschritten, "dass heute komplette Untersuchungsabläufe für Patienten in die Geräte eingespeichert sind und nur noch aus einem Menü auf dem Untersuchungsgerät abgerufen werden müssen", so Obmann Julian Hadschieff. Eine alleinige Erstellung eines Protokoll darüber könne aufgrund des fehlenden medizinischen Wissens weder ein Assistent noch ein Radiologietechnologe erstellen. Ein solches Protokoll werde ausschließlich vom Facharzt erstellt. Diplomierte medizinisch-technische Fachkräfte würden außerdem schon seit geraumer Zeit an öffentlich genehmigten Schulen die Modalitäten lernen und seien "bestens qualifiziert". Die Assistenten seien zudem nötig, weil der Bedarf an CT/MR-Untersuchungen nicht allein durch die an Fachhochschulen ausgebildeten Radiotechnologen gedeckt werden könne.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben