zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 3. Juli 2012

Gewerkschaft gegen Gesetz zu medizinischen Assistenzberufen

Das "Medizinische Assistenzberufe-Gesetz", das am Freitag den Nationalrat passieren soll, stößt bei der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) auf heftige Ablehnung. Die allgemein akzeptierte Regierungsvorlage vom Mai sei von Gesundheitsminister Alois Stöger (S) "eigenmächtig" dahingehend abgeändert worden, dass nun auch Hilfsberufe mit komplizierten medizinischen Anwendungen betraut werden, empörten sich Gewerkschaftsvertreter am Dienstag in einer Aussendung. Sie forderten den Minister auf, diese Änderung wieder rückgängig zu machen.

Konkret erlaubt das Gesetz den Hilfskräften laut Gewerkschaft künftig die Durchführung von Computer-Tomographie (CT) und Magnetresonanz-Anwendungen (MR). Für beide Anwendungen würden keine Standards vorherrschen, weshalb sie "zwingend spezifisches und vertiefendes Wissen und Verständnis" voraussetzen, das Hilfskräfte nicht aufbringen können. Das mehrjährige Studium werde nun durch eine einjährige Ausbildung ersetzt, was "gesundheitspolitisch unverantwortlich" sei und die Patientensicherheit gefährde. Man versuche auf diesem Weg, die Berufsgruppe der Radiologietechnologe durch billige Hilfskräfte zu ersetzen, fürchteten die Gewerkschafter ein Preisdumping.

Eine vom Verband für Radiologie-Technologinnen Österreichs in Auftrag gegebenen aktuelle Oekonsult-Studie stützt die GÖD in ihren Ansichten. Demnach ist den Befragten die Ausbildung des Personals, das radiologische Untersuchungen durchführt, sehr wichtig und bei diesem Personal dürfe auch nicht gespart werden, hieß es in den Unterlagen.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben