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APA-Artikel 18. Juni 2012

Industrie fordert rasche ELGA-Umsetzung

"Seitens der Industrie begrüßen wir die Intention zur Schaffung einer Elektronischen Gesundheitsakte ausdrücklich. Im Sinne der Patientinnen und Patienten muss die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) nun aber auch rasch umgesetzt werden", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, heute, Montag, anlässlich des ELGA-Expertenhearings zum überarbeiteten ELGA-Gesetzesentwurf im Bundesministerium für Gesundheit. Im Sinne einer möglichst effizienten und effektiven Einführung von ELGA sei darauf zu achten, dass wettbewerbsverhindernde Monopolstellungen vermieden werden. Die freie Wirtschaft, die in diesem Bereich über enormes Know-how verfüge, könne hier einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, das Gesundheitswesen kosteneffizient weiterzuentwickeln. "Errichtung und Betrieb der zentralen ELGA-Systemkomponenten müssen jedenfalls am freien Markt ausgeschrieben und vergeben werden", so Neumayer. Er forderte in diesem Zusammenhang, dass bei der Auftragsvergabe private Anbieter dieselben Chancen haben müssten, wie die ELGA-Systempartner. Dies müsse auch im Gesetzestext klar zum Ausdruck kommen.

 

Gerade im Zusammenhang mit der geplanten Spitals- bzw. Gesundheitsreform und der damit verbundenen sektorenübergreifenden Zusammenarbeit sei die rasche ELGA-Einführung von zentraler Bedeutung. "Denn ELGA ermöglicht nicht nur eine Steigerung der Prozess- und Ergebnisqualität in der Gesundheitsversorgung, sondern stellt einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des dringend notwendigen sektorenübergreifenden Nahstellenmanagements dar", betonte der IV-Generalsekretär. Die Möglichkeit, bei Behandlungen auf Befunde zugreifen zu können, bedeute allen voran eine Verbesserung der Versorgungsqualität für die Patientinnen und Patienten. "Die Vorteile der elektronischen Kommunikation müssen endlich auch im Gesundheitssystem genützt werden", so Neumayer. "Um die Zielsetzungen realisieren zu können und sich einen für die Behandlung notwendigen Überblick über relevante Vorbefunde verschaffen zu können, muss die umfassende Teilnahme von Ärzten und anderen Gesundheitsdiensteanbietern - wie im Gesetzentwurf vorgesehen - sichergestellt sein."

apa.at

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