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APA-Artikel 15. Juni 2012

Städtebund: Pflegeberufe sind nun doch Mangelberufe

"Wir begrüßen den Entschluss von Sozialminister Hundstorfer die diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegeberufe in die Mangelberufsliste aufzunehmen", sagen Generalsekretär Thomas Weninger und Silvia Huber, Vorsitzende des Sozialausschusses des Österreichischen Städtebundes und meinen weiter, "mit der positiven Entscheidung des Sozialministers können noch heuer Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern nach Österreich zuwandern,- denn Seniorenheime und Pflegedienste suchen händeringend nach gut ausgebildetem Fachpersonal."

Die Fakten

Derzeit leben in Österreich rund 540.000 hilfs- und pflegebedürftige Menschen im privaten Haushalt. In etwa jeder 25. Haushalt benötigt ständig Betreuung. Auf Grund der demografischen Entwicklung wird sich diese Zahl bis zum Jahr 2030 auf circa 800.000 erhöhen. Gleichzeitig sinkt aber die Zahl der pflegenden Angehörigen, die heute noch einen Großteil der Pflegeleistungen übernehmen. Durch diese gesellschaftlichen Veränderungen wird die Zahl älterer Menschen ohne Unterstützung durch Familienangehörige steigen.

Informationen über den Österreichischen Städtebund

Der Österreichische Städtebund ist die kommunale Interessenvertretung von rund 250 Städten und größeren Gemeinden. Etwa 65 Prozent der Bevölkerung und 71 Prozent der Arbeitsplätze befinden sich in Österreichs Ballungsräumen. Mitglieder des Städtebundes sind neben Wien und den Landeshauptstädten praktisch alle Gemeinden mit über 10.000 EinwohnerInnen. Die kleinste Mitgliedsgemeinde zählt knapp 1.000 EinwohnerInnen. Die Mitgliedschaft ist freiwillig. Der Österreichische Städtebund ist Gesprächspartner für die Regierung auf Bundes- und Landesebene und ist in der österreichischen Bundesverfassung (Art. 115 Abs.3) ausdrücklich erwähnt.

apa.at

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