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APA-Artikel 5. Juni 2012

Bessere und sichere medizinische Versorgung dank ELGA

Gesundheitsminister Alois Stöger hat seinen neuen Gesetzesentwurf zur Elektronischen Gesundheitsakte, kurz ELGA, auf den Tisch gelegt und damit die letzten geringfügigen Unschärfen ausgemerzt. Die NÖGKK begrüßt ausdrücklich den neuen Entwurf und wünscht sich im Interesse der Patienten eine rasche Umsetzung. Denn für Obmann Gerhard Hutter besteht kein Zweifel: "ELGA erhöht die Qualität der Behandlung und bietet mehr Sicherheit für die Patienten."

Die Vorteile von ELGA sind für die NÖGKK glasklar: Mit ELGA hat der Arzt von seinem Patienten auf einen Blick alle medizinisch relevanten Informationen, Befunde und Verschreibungen anderer Ärzte oder des Krankenhauses. Das ist zum Beispiel äußerst wichtig bei Medikamenten, um gefährliche Wechselwirkungen oder Doppelverschreibungen auszuschließen. Auch unnötige Mehrfachuntersuchungen und -befunde könnten mit ELGA vermieden werden.

Gar nicht nachvollziehen kann Hutter die neuerlichen Bedenken von Seiten der Ärzteschaft punkto Datensicherheit. Hutter: "Schon bisher wurden Gesundheitsdaten elektronisch gespeichert. Mit ELGA bleiben diese Daten dort wo sie erfasst wurden, werden aber über den e-card Server und speziell abgesicherte Leitungen vernetzt. Zugriff bekommt der Arzt durch Stecken der jeweiligen e-card und das auch nur für vier Wochen." Damit sind die Daten bei ELGA jedenfalls sicherer als die derzeit üblichen Fax-Befunde, Briefe oder das Röntgenbild, das der Patient selbst zum nächsten Arzttermin mitnimmt. "Also nicht nur größere Patientensicherheit bei der Behandlung, sondern auch bei den Daten", erläutert Hutter. Patienten, die bei ELGA aus verschiedenen Gründen nicht mitmachen möchten, können sich ausoptieren.

Mit seiner Forderung nach einer Umsetzung von ELGA steht Hutter nicht allein. Unterstützung bekommt er von internationaler Seite: Laut Health Consumer Powerhouse hat Österreich seinen Spitzenplatz unter den besten Gesundheitssystemen Europas zuletzt deshalb verloren, weil E-Health nur sehr zögerlich umgesetzt wird und damit die Patientensicherheit und -transparenz gefährdet wird.

Hutter setzt daher auf Aufklärung und appelliert an alle Verantwortlichen im Gesundheitssystem: "ELGA ist eine gute Sache. ELGA dient der Verbesserung im Gesundheitssystem. Da ist kein Platz für das bewusste Verunsichern von Patienten und das Schüren von Ängsten. Zum Wohle der Patienten muss eine zügige Umsetzung dringend forciert werden."

apa.at

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