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APA-Artikel 4. Juni 2012

Kärnten leistet gesundheitspolitische Unterstützung für Kroatien

Eine hochrangige Delegation des kroatischen Gesundheitsministeriums empfing Kärntens Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser. Gemeinsam mit Veljko Djordjevic, Radko Gmajnic, Branka Splavski, Mato Devcic und Marijana Bras besuchte Kaiser das Klinikum Klagenfurt, wo mit Primarius Rudolf Likar, dem Leiter des Zentrums für Interdisziplinäre Schmerztherapie, Onkologie und Palliativmedizin (ZISOP), die palliativ-medizinische Versorgung in Kärnten im Fokus der Diskussion stand. Grund für den Besuch der Delegation ist die in Kroatien in Planung befindliche nationale Palliativ-Strategie.

 

"Dass Kroatien uns um Unterstützung beim Aufbau seiner Palliativ-Strategie bittet, ist ein bemerkenswerter Beleg für die hervorragende palliativ-medizinische Versorgung, über die wir in Kärnten dank der herausragenden und international anerkannten Arbeit von Primarius Rudolf Likar verfügen", betonte Kaiser. Gemeinsam mit Likar unterzeichnete Kaiser ein Memorandum, in dem die Unterstützung für Kroatien fixiert wurde.

Darüber hinaus kündigte Kaiser an, das Kärntner Know-how in der Palliativversorgung via Sanicademia, der Internationalen Fortbildungsakademie für Gesundheitsberufe EWIV mit Sitz am LKH Villach, grenzüberschreitend in die Nachbarländer Slowenien und Italien zu übertragen. "Wir wollen mit dieser im Jahr 2006 gegründeten Fortbildungsakademie für Gesundheitsberufe, an der neben Kärnten die Region Friaul-Julisch Venetien, die Region Veneto und seit Jänner 2009 das slowenische Krankenhaus Jesenice beteiligt sind, Synergien in der Ausbildung bündeln, die Stärken der jeweiligen Regionen zusammenführen, Schwächen ausmerzen und die Qualität der Gesundheitsversorgung so über die Ländergrenzen hinweg einheitlich hoch gestalten", erklärte Kaiser.

Neben den Palliativbetten in den Krankenhäusern Klagenfurt, Villach und St. Veit steht in Kärnten auch eine mobile Palliativbetreuung zur Verfügung. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den drei mobilen Palliativteams wurde von Kaiser aufgrund der hohen Inanspruchnahme bereits Ende 2010 auf jeweils vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgestockt.

Die wesentliche Aufgabe der Teams ist eine beratende Funktion, insbesondere für Hausärzte, die mobilen Dienste sowie die Angehörigen. Damit soll sichergestellt werden, dass schwer kranke Patienten zuhause betreut werden können. Die qualitativ notwendige Betreuung der Patienten kann so sichergestellt und dem sehr häufig vorkommenden Wunsch der Patienten, ihren Lebensabend doch in vertrauter Umgebung verbringen zu können, kann entsprochen werden. Für die Krankenhäuser hat dies noch dazu den ökonomisch günstigen Effekt, dass der akutstationäre Bereich entlastet wird.

apa.at

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