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APA-Artikel 1. Juni 2012

VP-Korosec ad Wiener Linien: Gesundheit der Fahrgäste hat Priorität

"Ich bin schockiert, wie rücksichtlos bei den Wiener Linien offenbar mit Fahrgästen umgegangen wird, die zu Sturz gekommen sind. Da wird sofort an Ort und Stelle die Unterfertigung einer Arztverzichtserklärung verlangt, anstatt abzuklären, ob jemand verletzt worden ist. Das ist unfassbar und gehört umgehend lückenlos aufgeklärt", betont die Gesundheitssprecherin der ÖVP, LAbg. Ingrid Korosec in Replik auf die heutige Meldung in einer Tageszeitung.

Im konkreten Fall ist eine ältere Frau in der Buslinie 13A schwer gestürzt und hat dabei schwere Brüche an den Rippen und der Schulter sowie eine Verletzung der Lunge erlitten. Die Betroffene musste im AKH notoperiert werden und liegt seither auf der Intensivstation.

"Es kommt häufig vor, dass Unfallopfer im Schock die wahre Tragweite von Verletzungen nicht bemerken. Ich verstehe daher absolut nicht, wieso man die Betroffene einfach aus dem Bus steigen ließ, ohne den Vorfall zu melden und die Rettung zu verständigen. Es kann nicht sein, dass sich das Fahrpersonal mit der Unterzeichnung einer Arztverzichtserklärung de facto mit einem Federstrich der Verantwortung für das Wohlergehen der Fahrgäste entledigen kann", betont die VP-Mandatarin.

VP verlangt lückenlose Aufklärung mittels Anfrage

"Ich möchte daher insbesondere wissen, wie "locker" die Arztverzichtserklärungen bei den Wiener Linien sitzen und wie deren Verwendung konkret gehandhabt wird. Der ganze Vorgang riecht verdächtig nach Vertuschung. Die ÖVP wird daher zu dieser Causa eine entsprechende Anfrage an die Gesundheits- sowie an die Finanzstadträtin, zu deren Ressort die Wiener Linien gehören, einbringen", so Korosec abschließend.

apa.at

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