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APA-Artikel 1. Juni 2012

3. Wiener Hospiz- und Palliativtag

Am Donnerstag, den 31.05.2012, fand der 3. Wiener Hospiz- und Palliativtag im CS Pflege- und Sozialzentrum Pramergasse statt. Großes Interesse der Öffentlichkeit und ein dementsprechend bis auf den letzten Platz gefüllter Vortragssaal sprachen für die Brisanz des diesjährigen Themas.

Pflege- und Betreuungseinrichtungen in Wien sind aufgerufen, Hospiz- und Palliativarbeit in ihr Leistungsangebot aufzunehmen. Das Wiener Hospiz- und Palliativforum - ein Zusammenschluss von Trägern dieser Spezialeinrichtungen - will Pflegeheime, mobile und teilmobile Einrichtungen ermuntern und bestärken, ihre Projekte und Bemühungen nachhaltig umzusetzen und den ihnen anvertrauten Menschen ein Leben und Sterben in Würde zu ermöglichen. Schmerzlinderung und eine empathische Begleitung am Lebensende erhalten nicht allein Menschen, die das "Glück" haben in einer Spezialeinrichtung aufgenommen zu werden. Frau Dr. Katharina Heimerl und Frau Dr. Martina Schmidl zeigten in ihrem Diskurs auf, ob "palliative Geriatrie" ein Luxusgut ist.

Hospizkultur und Palliativ-Care in Alten- und Pflegeheimen

Im österreichweiten Projekt "Hospizkultur und Palliativ-Care in Alten- und Pflegeheimen", initiiert und betreut durch den Dachverband Hospiz Österreich, gab Dr. Beyer Sigrid wichtige Impulse, wie sich eine Einrichtung auf den Weg machen und Hospizkultur und Palliativ-Care nachhaltig sichern kann. Dazu gehören neben motivierten MitarbeiterInnen eine förderliche Unternehmenskultur und -politik.

Es ist nicht immer nur eine Sache des Geldes, warum Projekte scheitern bzw. gelingen, so berichteten verantwortliche MitarbeiterInnen aus Einrichtungen von mangelnder inhaltlicher Unterstützung durch die Leitungsebene, überforderten MitarbeiterInnen, aber auch hoher Integration in den normalen Arbeitsalltag und hoher Motivation von MitarbeiterInnen und Vorgesetzten.

Bezugspersonen, aber auch professionelle Betreuungspersonen stehen immer wieder dann an, wenn der an Demenz erkrankte Mensch sich zu Entscheidungen zu medizinisch- therapeutischen Maßnahmen nicht mehr äußern kann. Dr. Thomas Frühwald beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema der ethischen Entscheidungen im Alter und zum Lebensende.

Am Schluss bleibt immer die Sorge um den Menschen. Dr. Dorothee Bürgi, Logotherapeutin aus der Schweiz, fasste zusammen, was uns Kraft für die Sorge und Aufmerksamkeit in der Sorge um andere und uns selbst gibt.

Wien braucht die nachhaltige Einführung von Hospizkultur und "Palliative-Care" in seiner Sorge um den älteren und an Demenz erkrankten Menschen. Ein Ziel für alle, die hier leben: Ein Lebensende in Wien in der Gewissheit, dass andere für mich da sind, meine Wünsche ernst nehmen und mich respektvoll begleiten.

Das Wiener Hospiz und Palliativ Forum (WiHoP)

Das Wiener Hospiz und Palliativ Forum (WiHoP) ist eine Plattform für Austausch und Zusammenarbeit der Wiener Hospiz- und Palliativeinrichtungen.

Die Mitglieder des WiHoP

Caritas, Caritas Socialis, Dachverband HOSPIZ Österreich, Hilfswerk, IFF Wien Palliative Care und Organisations Ethik, Kaiserin Elisabeth Spital, Kardinal König Haus, Mobiles Hospiz - Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft, MOKI Mobile Kinder-Krankenpflege, Palliativkonsiliardienst Wilhelminenspital der Stadt Wien, Palliativstation des AKH, Palliativstation St. Elisabeth, Palliativstation St. Raphael - Krankenhaus göttlicher Heiland, Station für Palliativmedizin Hietzing, St. Josef, Wiener Krankenanstalten Verbund.

apa.at

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