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APA-Artikel 24. Mai 2012

Rasinger: Stöger soll Mortalitätsrate bei Herzinfarkt, etc. um 20 Prozent eindämmen

Als zu allgemein und ohne konkrete Inhalte bezeichnet ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger die Vorschläge, die Gesundheitsminister Stöger heute, Donnerstag, präsentiert hat.

 "Ich möchte nicht von Verzögerung oder Stillstand sprechen, aber ich vermisse beim Gesundheitsminister ein konkretes Abarbeiten der im Regierungsprogramm vorgesehenen Maßnahmen. Dafür hätte er schon vier Jahre Zeit gehabt", so Rasinger.

Konkrete Maßnahmen fehlen

Auch beim Vorhaben des Gesundheitsministers, dass es langfristig "zwei gesunde Lebensjahre mehr" geben solle, fehle es an konkreten Maßnahmenvorschlägen. Dieses Ziel sei angesichts des medizinischen Fortschritts zudem wenig ambitioniert, wenn man bedenke, dass auch die Lebenserwartung bis 2020 um zwei Jahre steigen werde.

"Es wird Zeit, dass sich der Gesundheitsminister an die im Koalitionsvertrag vereinbarten Punkte macht", zitierte Rasinger aus dem Arbeitsprogramm zum Thema Gesundheitsförderung und Prävention:

- Erstellung nationaler Gesundheitsziele insbesondere für die Bereiche Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Demenz, Diabetes, Übergewicht, Bewegung, Ernährung und psychische Gesundheit.

- Orientierung an den Lebenswelten und Zielgruppen (z.B. Schule, Lehre, Arbeitsplatz, Langzeitbetreuung, SeniorInnen, MigrantInnen, sozial benachteiligte Gruppen)

- Weiterentwicklung der nationalen Sucht- und Suizidpräventionsstrategie mit besonderem Augenmerk auf die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen

- zielgruppenorientierte Schwerpunktsetzung zur Inanspruchnahme der Gesundheitsvorsorgeuntersuchung

- Weiterentwicklung und Ausbau der betrieblichen Gesundheitsförderung.

"Da gibt es für den Minister jede Menge zu tun, und wir unterstützen ihn auch gerne dabei", betonte der ÖVP-Gesundheitssprecher. Die ÖVP fordert, dass binnen zehn Jahren bei Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Demenz, Diabetes und bei Suiziden durch konkrete nationale Gesundheitspläne die Mortalitätsrate um 20 Prozent gesenkt wird. "Prävention wirkt! Es gibt in Österreich zwei Mal so viel Suizidtote wie Verkehrstote. Das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass es im Bereich der Verkehrsprävention seit Jahren gezielte Maßnahmen gibt - das vermisse ich bei den Suizidgefährdeten völlig. Hier hat der Gesundheitsminister dringenden Handlungsbedarf."

apa.at

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