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APA-Artikel 24. Mai 2012

Spadiut: "Österreich braucht keine verordnete Stöger-Kur"

 

"Österreich braucht keine von Gesundheitsminister Stöger verordnete Kur, sondern endlich Taten. Eine nachhaltige Änderung des Lebensstils erreicht man nicht durch Gesetze und bei 60-, 70-jährigen Personen, sondern bei Kindern und Jugendlichen muss begonnen werden!", erklärt BZÖ-Gesundheitssprecher Dr. Wolfgang Spadiut. Er erinnert, dass das BZÖ schon vor mehr als drei Jahren im Rahmen einer Klausur verlangt hatte, dass statt der Reparatur-Medizin die Vorsorge gestärkt wird. "Drei Jahre scheinen aber die durchschnittliche Inkubationszeit zu sein, bis bei Stöger etwas geschieht", so Spadiut.

Die Regierungsparteien haben die vom BZÖ geforderte Einrichtung eines "Unterausschusses Kindergesundheit" schon im letzten Jahr abgelehnt, erinnert Spadiut. Auch die vom BZÖ verlangte Aufnahme von Sport und Bewegung in den "Nationalen Aktionsplan Ernährung" hatte Stöger nicht aufgegriffen. Deshalb sei zu befürchten, dass "Stöger nur wieder Luftblasen ankündigt, ohne auch nur im Geringsten an die Umsetzung einer Aktion zu denken", warnt Spadiut.

"Wer seit Jahrzehnten einen völlig falschen und ungesunden Lebensstil pflegt, wird sich auch durch Stöger davon nicht abbringen lassen. Die Zielgruppe sind daher die Kinder und deren Eltern. Statt Fast-Food, Fernsehen und Internet müssen die Kinder schon in Kindergärten und Schulen hin zu mehr Sport und gesunder Ernährung gebracht werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit muss daher schon im Kindergarten- und Volksschulalter gezielt über gesunde Ernährung, Sport und Bewegung als fixen Bestandteil des Lebens diskutiert werden", verlangt der BZÖ-Gesundheitssprecher.

Die Einrichtung eines "Unterausschusses Kindergesundheit" sei daher ein Gebot der Stunde und der "logische erste Schritt, wenn Stöger nur endlich einen machen würde", so Spadiut. Unter dem Motto "Gesund leben" sollten dann für Jugendliche die entsprechenden Schwerpunkte intensiviert werden.

apa.at

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