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APA-Artikel 10. Mai 2012

E-Medikation - Ärztekammer und Stöger grundsätzlich dafür

Grundsätzlich positiv zur geplanten E-Medikation hat sich am Donnerstag nicht nur Gesundheitsminister Alois Stöger (S) geäußert sondern auch die Ärztekammer. Vizepräsident Artur Wechselberg befand das Grundkonzept als richtig, er forderte aber Erleichterungen für die Ärzte, wie das auch der am Donnerstag präsentierte Evaluierungsbericht zum Pilotprojekt anregt.

Für Stöger bestätigt die Evaluierung des Pilotprojekts, dass sich die Patienten mit der E-Medikation "noch sicherer" fühlen können. Das Pilotprojekt habe auch wichtige Erkenntnisse für die tatsächliche Einführung gebracht, betonte der Minister. So müsse die Bedienung und Benutzerfreundlichkeit der Software deutlich verbessert und die Administration für die Ärzte und Apotheker erleichtert werden. Das Hauptresultat der Evaluierung ist für Stöger aber die Empfehlung, die E-Medikation flächendeckend einzuführen. "Dabei sollen alle betroffenen Berufsgruppen eingebunden werden, besonderer Wert muss auf den Datenschutz gelegt werden."

Für Wechselberger ist der Grundgedanke der E-Medikation "richtig. Aber die Überfrachtung mit zu vielen Funktionen macht die Sache nicht praktikabel. Der Zeitaufwand in den Arztpraxen ist auch viel zu groß gewesen. Aber das Grundkonzept stimmt." Natürlich wolle jeder Arzt wissen, was der Patient an Medikamenten durch Ärzte verschrieben bekommen habe und einnehme, das sei die Grundfunktion, auf die es ankomme.

Ähnlich sieht das Wechselberger auch für das übergeordnete Thema der Elektronischen Gesundheitsakte, ELGA: "Wir wehren uns dagegen, in einem Müll an schriftlichen Informationen unterzugehen." Wenn man mit dem System eine "Unmenge an Bürokratie" an die Ärzte überwälzen wolle, könnten diese nicht zustimmen.

apa.at

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