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APA-Artikel 10. Mai 2012

Masseure: Transparente Regeln, klare Kompetenzen und Ausbildungsstandards gefordert

Die Grünen bringen einen Antrag zur Überarbeitung des Medizinischen Masseur- und Heilmasseurgesetzes (MMHmg) ein.

"Die Dauerbaustelle, die seit Inkrafttreten des Medizinischen Masseur- und Heilmasseurgesetzes (MMHmg) vor neun Jahren geschaffen wurde, muss endlich bereinigt werden", fordert Ruperta Lichtenecker, Wirtschaftssprecherin der Grünen. "Deshalb haben die Grünen im gestrigen Wirtschaftsausschuss einen Antrag zur Überarbeitung der vom MMHmG betroffenen Gesundheitsberufe - HeilmasseurIn, medizinische MasseurIn und gewerbliche MasseurIn - eingebracht", sagt Lichtenecker.

"Wir fordern eine Überarbeitung der drei MasseurInnen-Berufsbilder. Ziel muss eine klare und transparente Definition der Kompetenzen aller MasseurInnen sein, um eine existenzsichernde Betriebsführung und Berufsausübung zu gewährleisten. Außerdem ist es notwendig die Übergangsfrist für die Aufschulung zur HeilmasseurIn zu verlängern", meint Lichtenecker.

Gesetzesnovelle angekündigt

Jetzt werden die Regierungsparteien auf Druck der Grünen endlich aktiv und haben für Herbst 2012 eine Gesetzesnovelle des MMHmG angekündigt. "Das ist ein erster, wichtiger Schritt und wir fordern Gesundheitsminister Stöger und Wirtschaftsminister Mitterlehner auf, die VertreterInnen des Berufsstandes in der Wirtschaftskammer direkt in ihre Konsultationen einzubeziehen, ihre Probleme ernst zu nehmen und bis September eine entsprechende Lösung auf den Tisch zu legen", betont die Wirtschaftssprecherin der Grünen.

"Denn Fakt ist, dass die Vielzahl an unterschiedlichen Tätigkeits- und Kompetenzprofilen für MasseurInnen, die auf Basis des Medizinischen Masseur- und Heilmasseurgesetzes (MMHmg) und der Gewerbeordnung geschaffen worden sind, große Unsicherheit unter den betroffenen Berufsgruppen, den Ausbildern sowie bei den KundInnen und PatientInnen auslöst und überdies praxisfern ist. Zudem hat es der Gesetzgeber bislang nicht geschafft, bundeseinheitliche Ausbildungsstandards zu schaffen damit die Qualität der MasseurInnen-Berufe nachhaltig gesichert wird", kritisiert Lichtenecker.

 

apa.at

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