zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 8. Mai 2012

OMV eröffnet psychosoziales Zentrum für traumatisierte Kinder und Jugendliche in Tripolis

OMV bietet mit dem Libya Youth Center Kindern und Jugendlichen eine Perspektive für eine sorgenfreiere Zukunft - Bereits vor der offiziellen Eröffnung am 8. Mai konnten 260 junge Einheimische betreut werden - Ausbildung libyscher Freiwilliger im sozialen Bereich erhöht Anzahl betreuter Kinder und Jugendlicher

 

Am 8. Mai 2012, findet die offizielle Eröffnung des Libya Youth Centers in Tripolis,Libyen statt. Das psychosoziale Zentrum wurde von OMV initiiert, um Kindern und Jugendlichen, die besonders unter den Kriegshandlungen in Libyen und deren Folgen leiden, eine Perspektive für eine sorgenfreiere Zukunft zu geben. Oberstes Ziel ist es, den jungen Menschen zu ermöglichen das Erlebte mit professioneller Unterstützung zu verarbeiten.

Mit dem Hilfswerk Austria International wurde ein Umsetzungspartner mit jahrelanger Erfahrung und umfangreichem Know-How im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit gefunden. Die Kooperationsvereinbarung mit einem Projektvolumen von 2,1 Mio Euro wurde im Oktober 2011 für eine Dauer von 2 Jahren abgeschlossen. Das Zentrum soll nach 24 Monaten an die libyschen Behörden übergeben und von diesen weiterbetrieben werden. Bei Projektplanung und -umsetzung arbeiteten OMV und Hilfswerk Austria International eng mit dem National Transitional Council (Nationaler Übergangsrat) und lokalen Stakeholdern zusammen.

Dazu OMV CEO Gerhard Roiss:" Gerade in Krisenzeiten beweisen sich wahre Partner. Wir tragen der Bevölkerung und unseren Mitarbeitern in Libyen gegenüber Verantwortung. So wie wir in Unruhezeiten unsere Mitarbeiter vor Ort trotz Produktionsstopp weiterbezahlt haben, helfen wir jetzt der jungen Generation ihre Ängste zu bewältigen. Denn sie sind die Hoffnungsträger für eine bessere Zukunft."

Anlaufstelle für traumatisierte Kinder und Jugendliche

Seit Frühling 2012 bietet das psychosoziale Zentrum eine Anlaufstelle für traumatisierte Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 25 Jahren, in der internationale und libysche Experten eine bestmögliche Betreuung und Therapie gewährleisten. Neben psychotherapeutischer Beratung und Betreuung werden auch Freizeit- und Outdoor-Aktivitäten sowie Bildungsprogramme (Sprachkurs, IT Kurs etc.) angeboten. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Einbeziehung von Eltern und Familien gelegt. Zusätzlich leisten mobile Teams in Schulen, Spitälern und Gemeindeeinrichtungen Aufklärungsarbeit mit dem Ziel, vorherrschende Hemmschwellen und Ängste abzubauen. Durch Kooperationen mit Schulen und öffentlichen Einrichtungen ist es möglich das Betreuungsangebot teilweise auch außerhalb des Zentrums wahrzunehmen.

Großer Bedarf an psychosozialer Betreuung

Der Bedarf an psychosozialer Betreuung in Tripolis ist besonders groß, da der Bevölkerung bis dato keine vergleichbare Einrichtung zur Verfügung stand. Bisher wurden 260 Kinder und Jugendliche beraten und betreut. Um diese Zahl weiter zu erhöhen, werden im Zentrum Trainings und Ausbildungen für einheimische Freiwillige, die im sozialen Bereich tätig sind, angeboten. Ziel ist es in den nächsten zwei Jahren rund 1.200 Kinder und Jugendliche zu betreuen. Nach offiziellen Schätzungen sind ca. 30.000 Menschen in den gewaltsamen Auseinandersetzungen getötet und zehntausende verletzt worden. Rund 170.000 Kinder und Jugendliche allleine in Tripolis und Benghazi sind durch die Kriegsereignisse stark traumatisiert.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben