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APA-Artikel 7. Mai 2012

15 Pflegeheime von zwei steirischen Pleite-Betreibern bleiben offen

Der Fortbestand der sechs steirischen Humanitas Pflegeheime ist gesichert. Wie die Gläubigerverbände AKV und KSV am Montag mitteilten, erhielt die Wiener "adcura mobile Pflege und Betreuung gemeinnützige GmbH" bei einer Gläubigerausschusssitzung den Zuschlag im Verwertungsverfahren. Die "adcura" wollte schon im Zuge einer Sanierung die Gruppe übernehmen, was aber scheiterte. Entschieden wurde auch über die Weiterführung von neun der zehn Heime der "Gemeinsam statt Einsam GmbH".

Der genaue Kaufpreis für die Humanitas-Gruppe werde erst in den nächsten Tagen fixiert, er dürfte bei rund 1,5 Mio. Euro liegen. Zumal aber zusätzlich auch die Liquidität der Töchter sichergestellt werden müsse, liege auf alle Fälle ein Millionen-Investment vor, so die Gläubigerverbände. In den sechs Heimen der "Humanitas" sind 232 Dienstnehmer beschäftigt, die 450 Personen betreuen. Beim neuen Eigentümer handelt sich um die zur Maumo Privatstiftung gehörende Firmengruppe, hinter der die "Blitz-Blank Reinigung - Dienstleistungsunternehmen GmbH" von Joachim Pock und Errol Reichel steht.

Im zweiten Verfahren, das die "Gemeinsam statt Einsam GmbH" betrifft, wurde bei der Prüfungs- und Berichtstagsatzung am Landesgericht für Zivilrechtssachen in Graz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Zur Gesellschaft gehören zehn Gesundheits- und Pflegezentren in der Steiermark, in Kärnten, in Niederösterreich und im Burgenland, in denen 370 Betten zur Verfügung stehen und wo 272 Dienstnehmer beschäftigt sind. Neun Einrichtungen werden weitergeführt, das gepachtete Gesundheits- und Pflegeheimzentrum Mönchhof wurde nach Insolvenzeröffnung an den Besitzer zurückgegeben.

Laut AKV konnte die Weiterführung deshalb beschlossen werden, weil die Besitzgesellschaft eine geforderte Nachrangigkeitserklärung für die Mieten für die Dauer des Sanierungsverfahrens abgegeben hat, was Voraussetzung für einen positiven Betrieb sei. Am 21. Mai soll über einen Sanierungsplan abgestimmt werden. Die darin enthaltene Mindest-Quote von 20 Prozent binnen zwei Jahren soll noch verbessert werden. Seitens der Gläubiger wurden Forderungen in der Höhe von 11 Mio. Euro angemeldet, wovon vorerst rund 7,6 Mio. anerkannt wurden.

apa.at

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