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APA-Artikel 30. April 2012

Patientenschützer: Zahnärzte tricksen bei der Abrechnung

Patientenschützer haben überhöhte Zahnarztrechnungen beklagt. "Uns erreichen immer wieder Fälle, bei denen wirklich dreist abgerechnet und versucht wurde, den Patienten über den Tisch zu ziehen", sagte Gregor Bornes, Zahnexperte der Unabhängigen Patientenberatung, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Patientenberatung ist eine vom Gesetzgeber etablierte, neutrale Beratungsinstanz für Versicherte. Einige Zahnärzte bessern dem Bericht zufolge ihr Einkommen durch legale, aber ziemlich unverschämte Abrechnungstricks auf. Kassenpatienten könnten viele hundert Euro sparen, wenn sie ihre Zahnarztrechnungen genauer prüfen würden, hieß es weiter.

Häufiger umfassten die Kostenvoranschläge nur Teile der Behandlung, damit sie nicht so teuer erscheinen, sagte Bornes der Zeitung. Dem Patienten werde dies aber nicht erklärt. Zudem würden die Kostenvoranschläge oft überschritten und Standardbehandlungen als schwierig dargestellt, um höhere Kosten geltend zu machen. Die Kassen wollten daher alle Rechnungen der Zahnärzte prüfen dürfen.

Der Chef der Techniker Krankenkasse, Norbert Klusen, ging im Gespräch mit der "FAS" noch weiter: Es würde mehr Transparenz bringen, "wenn die Kassen mit einigen Zahnärzten oder Zahnarztgruppen Höchstsätze für den privaten Teil der Behandlung vereinbaren könnten", sagte er der Sonntagszeitung.

apa.at

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