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APA-Artikel 26. April 2012

Industrie: Studie zeigt einmal mehr enorme Effizienzpotenziale im Gesundheitswesen

"Verstärkte Kooperationen und bessere Zusammenarbeit der Spitäler sind sowohl in ökonomischer, als auch in qualitativer Hinsicht dringend erforderlich", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, anlässlich der heute präsentierten Vorschläge von Vinzenzgruppe und IHS zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen. "Eines der Kernprobleme des Gesundheitssystems ist, dass im Moment de facto zwei Gesundheitssysteme nebeneinander existieren. Einmal die Spitäler mit ihren Ambulanzen als Rund-um-die-Uhr-Arztpraxen für alle Fälle und andererseits die niedergelassenen Ärzte. Wir leisten uns zu viele teure Doppelstrukturen, weil wir die Patientenströme nicht richtig steuern und Kooperationsmöglichkeiten zu wenig nutzen", so Neumayer.

Um die Einsparungen im Spitalsbereich tatsächlich umzusetzen, fordere die Industrie einen wirklich verbindlichen Kostendämpfungspfad. Dazu bedürfe es einer bundeseinheitlichen, länderübergreifend verbindlichen Planung - entsprechend dem objektiven Bedarf - und klarer Finanzziele, um aufwendige Parallelstrukturen zu überwinden und die Gesundheitsleistungen jeweils auf der richtigen Versorgungsebene (Hausarzt, Facharzt, Ambulanz, Spital) zu erbringen. "Dazu müssen auf jeden Fall die Finanzierungssysteme so geändert werden, dass sie zu Kooperationen anregen und diese nicht verhindern, wie es derzeit vielfach der Fall ist", sagte Neumayer. Die Vorschläge der Vinzenzgruppe zu stärkeren Spezialisierungen der Krankenhäuser bei gleichzeitigem Ausbau der Kooperationen würde hier nicht nur zu mehr Kosteneffizienz, sondern auch zu Qualitätssteigerung beitragen.

Eine stärkere Nutzung fordere die Industriellenvereinigung auch bei E-Health. "Es ist an der Zeit, dass die Vorteile der elektronischen Kommunikation auch im Gesundheitssystem genutzt werden. Damit wirklich ein umfassender Überblick über relevante Vorbefunde und damit eine optimale Behandlung sichergestellt ist, muss die flächendeckende Teilnahme von Ärzten und anderen Gesundheitsanbietern gesichert sein", forderte Neumayer.

apa.at

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