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APA-Artikel 18. April 2012

Reha für Pensionisten: Seniorenbund erfreut - mit Einschränkung

Die Trägerkonferenz des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger hat am Dienstag die Umsetzung des Anspruchs auf Rehabilitation auch für erwerbstätige Pensionisten beschlossen. Erfreut zeigte sich darüber der Seniorenbund, wenn auch mit Einschränkungen. Ebenfalls beschlossen wurde die Richtlinie, wonach die Gutachten für die Pflegegeldfeststellung nicht nur von Ärzten, sondern auch von Pflegefachpersonal als Sachverständige durchgeführt werden können, hieß es aus dem Hauptverband.

Ziel einer Rehabilitation sei es, die Versicherten wieder in den Berufsprozess eingliedern zu können. Aufgrund der veränderten Arbeitswelt bekommen nun auch Pensionisten, die über der Geringfügigkeitsgrenze (376,26 Euro) beschäftigt sind und daher in das Sozialsystem einzahlen, eine Reha bezahlt. Die Richtlinie ist laut Hauptverband ab 1. Mai in Kraft.

Seniorenbund-Obmann und amtsführender Präsident des Österreichischen Seniorenrates Andreas Khol begrüßt die Neuerung. In einer Aussendung kritisierte er allerdings, dass Geringverdiener und nicht erwerbstätige Pensionisten von der Regelung ausgeschlossen sind. Ziel der Rehabilitation sei "die Sicherung eines angemessenen Platzes im beruflichen und sozialen Leben". Das bedeute aus seiner Sicht, es gehe nicht mehr nur um die Erwerbsfähigkeit, sondern auch um ein Verhindern oder Aufschieben von Pflegebedürftigkeit, meinte der Seniorenbund-Obmann: "Wir sind für diesen ersten Schritt der Umsetzung unserer langjährigen Forderung dankbar, werden die nächsten nötigen Schritte allerdings weiterhin vehement einfordern: Nämlich die Umsetzung auch für alle geringfügig oder gar nicht beschäftigten Pensionisten."

Eine weitere Neuerung wurde von der Trägerkonferenz bei der Pflegegeldeinstufung umgesetzt. Änderungen bei der Einstufung für Personen ab der Pflegestufe 4 können nun nicht mehr nur von Ärzten, sondern auch von Pflegefachkräften durchgeführt werden.

apa.at

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