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APA-Artikel 10. April 2012

Slowakei - Neue Gesundheitsministerin kämpft mit Reformfinanzierung

Die neue slowakische Regierung muss kurz nach ihrem Amtsantritt mit ersten Problemen kämpfen. Konkret versucht die neue Gesundheitsministerin Zuzana Zvolenska Geld für die Erhöhung der Gehälter von Krankenschwestern aufzutreiben. Die Ärztekammer wandte sich indes sogar an Präsident Ivan Gasparovic mit dem Anliegen, das Gesetz über die Anhebung der Gehälter der Krankenschwester zeitweilig auszusetzen. "Sonst müssen mehrere Krankenhäuser ihre Pleite erklären", sagte Milan Dragula, Chef der Ärztekammer.

Seit 1. April sollen dem Gesetz nach die Löhne der Krankenschwestern erhöht werden. Es wurde Anfang Februar 2012 verabschiedet. Demnach sollen die Krankenschwestern als Minimum 640 bis 928 Euro pro Monat erhalten. In der Slowakei sind ungefähr 35.000 Krankenschwestern im Dienst.

Der frühere christdemokratische Gesundheitsminister Ivan Uhliarik hatte bei Gesetzesbeschluss im Parlament erklärt, für Gehaltserhöhungen für Krankenschwestern stünden genügend Ressourcen zur Verfügung, was aber offenbar nicht den Tatsachen entspricht. Uhliarik lehnte es nun auch ab, bei der Übernahme des Ministerpostens durch Zvolenska anwesend zu sein.

Die Ärzte befinden sich in einer ähnlicher Situation wie die Krankenschwestern. Ende des Jahres 2011 hatten sich die Ärzte durch Streik eine Erhöhung ihrer Gehälter erzwungen. Die Mindestgehälter der Ärzte sollen demnach bis zum Jahr 2013 etwa doppelt so hoch wie der Durchschnittslohn liegen. Der Durchschnittslohn in der Slowakei im Jahr 2012 beträgt 716 Euro.

apa.at

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