zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 10. April 2012

Krankenstände: Absage auch von ÖVP-Arbeitnehmerbund

Widerstand gegen die Forderung des ÖVP-Wirtschaftsbunds, den ersten Krankenstandstag nicht mehr zu bezahlen, kommt auch aus der eigenen Partei. Der ÖVP-Arbeitnehmerbund ÖAAB lehnt den Vorstoß von Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner ab. "Wir respektieren die Position des Wirtschaftsbundes zu Krankenständen. Aber wir vertreten eine andere Position", sagte ÖAAB-Generalsekretär Lukas Mandl in einer Aussendung am Samstag.

Mandl betonte, dass auch der ÖAAB für eine Senkung der Lohnnebenkosten eintrete. Dies könne allerdings nicht bedeuten, die Kosten auf die Arbeitnehmer zu verlagern. "Gesunde Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie intakte Familien sind grundlegend auch für wirtschaftlichen Erfolg. Diese Grundlagen sollte man nicht aufs Spiel setzen", betonte Mandl. Einseitige Einkommenseinbußen für Arbeitnehmer lehne man ab.

Eine Absage kommt auch von SP-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter, der die Haubner-Forderung als "unausgegoren" bezeichnet. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital unserer heimischen Betriebe. Ihre Gesundheit ist ein entscheidender Faktor für die österreichische Wettbewerbsfähigkeit", so Matznetter via Aussendung. An sozialstaatlichen Errungenschaften zu kratzen, wie jener des bezahlten Krankenstandes, sei der falsche Weg.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben