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APA-Artikel 29. März 2012

Bessere Patienten-Aufklärung im Vordergrund

Im neuen Gesetz zu Schönheitsoperationen muss der Patient umfassend aufgeklärt und beraten werden und den Eingriff mit einer schriftlichen Einwilligung bestätigen. Der Patient muss klar und verständlich über die Methode und Tragweite des Eingriffs aufgeklärt werden.

Er muss über die Kosten des Eingriffs, alternative Behandlungsmöglichkeiten, das in Aussicht gestellte Ergebnis, mit dem Eingriff verbundene Unannehmlichkeiten, mögliche erwartete und unerwartete Folgen und Komplikationen, sowie die erforderliche Nachbehandlung und die voraussichtliche Dauer der Berufsunfähigkeit Bescheid wissen. Damit sollen insbesondere unrealistische Erwartungen an den Eingriff vermieden und damit verbundene Komplikationsrisiken und Folgen wie Narbenbildung bereits im Vorfeld aufgezeigt werden.

Die ärztliche Beratung und Aufklärung muss vom Mediziner schriftlich dokumentiert und von Arzt und Patient unterschrieben werden. Außerdem muss eine Fotodokumentation vor und nach dem Eingriff gemacht werden. Operationen dürfen nur durchgeführt werden, wenn zwischen der ärztlichen Aufklärung und der schriftlichen Einwilligung mindestens vier Wochen liegen. Eine Operation darf frühestens am Tag nach der Einwilligung durchgeführt werden. Bei einfachen ästhetischen Behandlungen gibt es bei Erwachsenen keine Wartefrist.

Der Arzt muss für seinen Patienten einen Operations- und Behandlungspass anlegen, in dem sämtliche an einer Person vorgenommenen ästhetischen Eingriffe einschließlich aller Aufklärungs- und Beratungsgespräche dokumentiert werden. Der Pass muss bei jeder weiteren ärztlichen Konsultation und jedem weiteren Eingriff vorgelegt und ergänzt werden.

apa.at

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