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APA-Artikel 13. März 2012

Schweiz: Eignungstest für Medizin soll wieder kommen

Wer Medizin studieren will, soll künftig einen Eignungstest bestehen - dies empfiehlt die Schweizerische Universitätskonferenz (SUK). Sie begründet ihren Entscheid mit der hohen Zahl an Anmeldungen, die für das Studienjahr 2012/13 eingegangen sind.

Betroffen sind die Kandidaten der Human-, Dental- und Veterinärmedizin, wie die SUK am Dienstag mitteilte. Die Prüfungen werden am 6. Juli 2012 durchgeführt.

3120 Personen hätten sich in diesem Jahr für einen Studiengang in Humanmedizin in den Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich eingeschrieben. Zur Verfügung stehen aber nur 632 Ausbildungsplätze. Auch die Tiermedizin ist beliebt: 406 Bewerber kandidieren für 150 Studienplätze. Für ein zahnmedizinisches Studium bewarben sich 332 Personen, angeboten werden 139 Plätze.

Erfahrungsgemäss würden 20 Prozent der Kandidaturen bis zum Testtermin zurückgezogen, schreibt die SUK. Dennoch würden die übriggebliebenen Anmeldungen die Aufnahmekapazitäten in allen drei Sparten übersteigen. Ein Eignungstest sei deshalb unerlässlich.

Der Kanton Genf hat bereits die Durchführung eines solchen Auswahlverfahrens beschlossen - zum dritten Mal in Folge. Die Universität Genf nutzt die Ergebnisse jedoch nicht als Selektionsinstrument. In Genf haben sich 512 Personen für ein Studium in Humanmedizin angemeldet, nur 187 Plätze werden angeboten.

Auch in Lausanne und Neuenburg überragt die Anzahl Anmeldungen die Kapazität klar. Diese Universitäten verzichten jedoch weiterhin auf Tests. Stattdessen führen sie eine Selektion nach dem ersten oder zweiten Semester durch, wie die SUK mitteilt.

apa.at

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