zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 12. März 2012

LKH-Uniklinikum Graz feiert 100er in budgetär schwieriger Zeit

Vor 100 Jahren wurde das LKH-Universitätsklinikum am heutigen Standort im Osten der Stadt errichtet. Mit über 7.100 Mitarbeitern, die zuletzt die Versorgung von jährlich rund 84.000 stationären und 387.000 ambulanten Patienten sicherstellten, ist das Spital der größte Einzelbetrieb der Steiermark. Neben der Patientenversorgung zählen Forschung und Lehre zu den Kernaufgaben des LKH-Uniklinikums, das gemeinsam von der steirischen Krankenanstaltengesellschaft KAGes und der Med-Uni Graz durch budgetär schwierige Zeiten geführt wird. Am 12. Mai wird öffentlich gefeiert.

2012 wird ein "Doppeljubiläum" gefeiert, so Betriebsdirektor Gebhard Falzberger: 150 Jahre Universitätsmedizin Graz und 100 Jahre der neue Standort am Auenbruggerplatz. Nachdem 1786 ein "Allgemeines Krankenhaus" in der Grazer Paulustorgasse eröffnet und 1863 eine medizinische Fakultät mit elf Lehrkanzeln an der Universität Graz gegründet worden war, wurde im Mai 1912 das LKH-Universitätsklinikum am neuen Standort im Stadtteil St. Leonhard eröffnet. "Platzmangel machte den Neubau 1912 notwendig. Jetzt - 100 Jahre später - stehen wir vor einen ähnlichen Situation", führte Falzberger aus. Er unterstrich damit die Bedeutung des LKH-Projekts 2020, das u.a. die Sanierung des Chirurgiegebäudes und Neubauten umfasst. Geschätzte 477 Mio. Euro wird das Projekt, das 2022 fertiggestellt sein soll, kosten.

Rund 24.000 Patienten wurden im ersten Jahr des damals größten und modernsten Spitals Europas aufgenommen, die von 650 Mitarbeiter versorgten wurden, schilderte Falzberger. Heute sind etwa 7.100 Mitarbeiter - davon rund 1.120 Ärztinnen und Ärzte und an die 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pflegebereich - beschäftigt. "Wir leisten die medizinische Versorgung für rund 1,2 Mio. Menschen südlich der Mur-Mürzfurche und dienen auch als letztversorgendes Krankenhaus für Patienten aus Kärnten und dem Burgenland", schilderte ärztlicher Direktor Gernot Brunner. Die durchschnittliche Verweildauer in den 1.565 Betten ist in den vergangenen Jahren auf zuletzt 5,19 Tage gesunken.

Gesundheits- und Wissenschaftslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (V) unterstrich den Wichtigkeit der Kooperation von KAGes und Med-Uni am Klinikum: "Die Herausforderungen der Zukunft in medizinischer, pflegerischer, organisatorischer und finanzieller Hinsicht werden noch viel mehr an Gemeinsamkeit und Zusammenarbeit benötigen". Rund 450 Mio. Euro - inklusive 60 Mio. Euro aus dem klinischem Mehraufwand - stehen dem LKH-Universitätsklinikum Graz jährlich zur Verfügung. Im Rahmen des Doppelhaushalts 2011 und 2012 des Landes muss die Uniklinik in diesem Zeitraum jährlich acht Mio. Euro einsparen. Aus Sicht von Med-Uni-Rektor Josef Smolle sind die Finanzierungszusagen zur Errichtung des Med-Campus der Uni Graz in unmittelbarer Klinikumnachbarschaft und zum Programm LKH 2020 "klare Signale zur Weiterentwicklung des Standortes".

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben