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APA-Artikel 6. März 2012

Krankengeld für Selbstständige vor Realisierung

Die erste Schritte in Richtung einer Krankengeldregelung für Kleinunternehmer sind gesetzt. Beschlossen wurde eine Protokollanmerkung, laut der man sich um eine bessere finanzielle Absicherung Selbstständiger im Krankheitsfall bemühen will. Die Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft (SVA) bejubelte diesen "Meilenstein", die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) zeigte sich zur Übernahme der Kosten bereit.

Nächste Schritte 

Nach der heutigen Behandlung im Ministerrat erhofft sich die SVA bereits bis Juni einen ausverhandelten Vorschlag, wie der geschäftsführende Obmann Peter McDonald erklärte. Deutlich vorsichtiger zeigte man sich im Gesundheitsministerium, das auf Regierungsseite verhandelt. Minister Alois Stöger befürworte das Vorhaben, Zeitvorgabe gebe es aber keine, hieß es.

Modellverschlag der SVA

Ausgearbeitet hat die SVA bereits einen Modellvorschlag. Laut diesem wären Unternehmer anspruchsberechtigt, die weniger als 51 Dienstnehmer beschäftigen, insgesamt rund 12.600 Personen. Sie sollen eine Sach- oder Geldleistung (26 Euro pro Tag) bekommen, und zwar erst ab der sechsten Woche der Arbeitsunfähigkeit bis zur Höchstdauer von 26 Wochen. Für die Zeit davor soll es weiter die freiwillige Zusatzversicherung geben.

AUVA übernimmt

Die geschätzen Kosten von rund 20 Mio. Euro pro Jahr sollen nach SVA-Vorstellung die ohnehin dienstgeberfinanzierte AUVA tragen. Dort zeigte man sich ohne Umschweife zum Öffnen des Geldbörsels bereit. "Das werden wir übernehmen, denn das ist der Beitrag der AUVA zum Sparpaket", richtete Obfrau Renate Römer aus.

Im Gesundheitsministerium zeigte man sich für die Regelung offen, beharrte aber auf offene Fragen bei Finanzierung und Versichertenkreis. Verwiesen wurde etwa darauf, dass die SVA über viel höhere Rücklagen verfüge als die AUVA. Stöger will zudem vor allem die Ein-Personen-Unternehmen absichern. Man warte nun auf den Vorschlag der SVA.

apa.at

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