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APA-Artikel 28. Februar 2012

Apothekertagung: Kinderkrankheiten, Therapien und Medikamente

Kranke Kinder sind keine kranken Erwachsenen. Sie brauchen spezielle Hilfe, speziell dosierte Medikamente - und die besondere Zuwendung ihrer nächsten Angehörigen. Oft aber fehlt es an adäquaten Arzneimitteln. Wenn kein industriell zugelassenes Präparat verfügbar ist, stellen beispielsweise die Apotheker individuell angefertigte Mittel her. Der ganze Komplex der Kindergesundheit steht im Mittelpunkt des diesjährigen Fortbildungskongresses der Österreichischen Apothekerkammer kommende Woche im salzburgischen Saalfelden (4. bis 9. März).

Wenn Kinder krank sind, dann handelt es sich dabei keinesfalls immer nur um banale "Kinderkrankheiten". "Während Scharlach, Masern oder schwere Gehirnhautentzündungen durch Impfungen, prophylaktische Maßnahmen und neue Arzneimittel fast vollständig verschwunden oder gut behandelbar sind, haben andere Erkrankungen wie Krebs, Adipositas oder psychosomatische Erkrankungen an Bedeutung gewonnen", hieß es dazu in einer Aussendung der Österreichischen Apothekerkammer.

In der medikamentösen Behandlung gibt es zahlreiche Spezifika: Die Dosierung ist anders als bei Erwachsenen, Arzneimittelwirkungen, -neben- und -wechselwirkungen können nicht linear von Erwachsenen auf Kinder übertragen werden. Dabei kommt noch zusätzlich zum Tragen, dass es nur wenige Medikamente gibt, die speziell für Heranwachsende entwickelt und in dieser Personengruppe auch klinisch geprüft worden sind.

"Bei Kindern kommt es nicht nur auf die richtige Substanz und die richtige Dosierung an, sondern auch auf die richtige Arzneiform", meine Christiane Körner, Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer. Magistrale Rezepturen, die für individuelle Patienten angefertigt werden, spielen hier eine bedeutsame Rolle.

Der Kongress beginnt am kommenden Sonntag. An ihm werden rund 500 Apotheker teilnehmen. Neben den medizinischen Aspekten geht es in den begleitenden Diskussionen traditionsgemäß auch um Fragen der Arzneimittelwirtschaft und der Gesundheitspolitik.

apa.at

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