zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 15. Februar 2012

Krankenkassen 2 - Schuldenstand noch 300 Millionen

Hauptverbands-Chef Hans Jörg Schelling hat am Mittwoch angekündigt, die Überschüsse weiterhin dazu zu verwenden, den noch immer vorhandenen Schuldenberg zu tilgen. "Wir starten in das Jahr 2012 mit einem Schuldenstand von rund 300 Mio. Euro. Unser Ziel ist, bis 2013 schuldenfrei zu sein", erklärte Schelling in einer Aussendung. Am Beginn der Krankenkassenkonsolidierung im Jahr 2010 war der Schuldenstand noch bei über einer Milliarde Euro gelegen.

Verantwortlich für den noch vorhandenen Schuldenstand von rund 300 Millionen Euro sind nur drei Gebietskrankenkassen: Der Löwenanteil entfällt auf Wien mit 235,3 Mio. Euro, die Steiermark hat noch 53,7 Mio. Schulden und Kärnten 10,9 Mio. Euro. Dieser Schuldenberg müsse weiter abgebaut werden, stellte Schelling klar. Angesichts des im Rahmen des Sparpakets von der Sozialversicherung erwarteten Konsolidierungsbeitrags in Höhe von 1,372 Milliarden Euro bis 2016 ist für den Hauptverbands-Chef klar, dass der eingeleitete Konsolidierungskurs über das Jahr 2013 hinaus fortgesetzt werden muss.

In diesem Zusammenhang appelliert Schelling an alle politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern, jetzt endlich die angepeilte Gesundheits- und Spitalsreform umzusetzen. Über den am Dienstagabend erzielten Fortschritt in der politischen Steuerungsgruppe zeigte sich Schelling erfreut. Mit der im Grundsatz vereinbarten Einführung eines sogenannten Finanzzielsteuerungssystem und des zusätzlich zu den 1,37 Mrd. Euro für die Kassen vereinbarten Kostendämpfungspfades von 2,1 Mrd. für die Länder sei "ein wichtiger Schritt gelungen, um auch im Spitalsbereich die Kostenentwicklung in den Griff zu bekommen und das System nachhaltig finanzierbar zu halten".

Auch Gesundheitsminister Alois Stöger (S) sieht in der positiven Gebarung der Kassen ist eine gute Nachricht für die Versicherten, die den Erfolg des Kassensanierungspaketes bestätige. Ebenso wie Schelling drängt auch Stöger gegenüber der APA darauf, diesen erfolgreichen Kurs in einer Gesundheitsreform weiter zu führen.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben