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APA-Artikel 13. Februar 2012

OÖ. Gebietskrankenkasse 2011 mit 33,5 Mio. im Plus

Die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse (OÖGKK) wird nach vorläufigen Zahlen das Jahr 2011 mit einem Plus von 33,5 Mio. Euro abschließen. Darin sind auch Zahlungen und Rückflüsse unter anderem im Zusammenhang mit dem Ausgleichsfonds enthalten, die in Summe elf Mio. mehr Ausgaben als Einnahmen ausmachen. Das Ergebnis ist damit das besser ausgefallen als vorgesehen. Denn laut Voranschlag sollte eine schwarze Null erwirtschaftet werden. Die endgültigen Zahlen sollen im Mai vorliegen. 2010 hatte die Kasse noch ein positives Ergebnis von 37,2 Mio. erzielt.

Die Direktorin der Gebietskrankenkasse Andrea Wesenauer und der Obmann Felix Hinterwirth schilderten in einer Pressekonferenz am Montag in Linz, der Voranschlag sei mit kaufmännischer Vorsicht erstellt worden. Die schwarze Null wäre auch erreicht worden. Danach sei man aber von einer nicht absehbaren konjunkturbedingten guten Beitragsentwicklung überrascht worden. Derzeit rechne man mit 1,6 Mrd. Euro, das bedeute Mehreinnahmen von 30 Mio. Euro.

Zugleich habe man beim Aufwand darauf geschaut, nicht nach dem Gießkannenprinzip zu investieren, sondern "punktgenau" in jene Versicherten, die es benötigen. Insgesamt 18 Mio. Euro weniger ausgegeben habe man für Heilmittel, Wochengeld, Transport und im eigenen Bereich bei den Verwaltungskosten. Rund 408 Mio. Euro wurden für ärztliche Hilfe und gleichgestellte Leistungen, 332 für Heilmittel und 548 Mio. Euro für Anstaltspflege ausgegeben.

20 Mio. Euro habe man in neue Leistungen investiert, darunter eine lange Liste von Präventionsmaßnahmen. Dazu gehören Gesundheitsförderungsmaßnahmen in Schulen und Betrieben, Zahnprophylaxe, Ernährungskurse für Übergewichtige, Kurse "Rauchfrei durchs Leben" sowie ein Gesamtpaket "...von Anfang an!" für junge Eltern und ihre kleinen Kinder. Geholfen hätten dabei zehn Mio. Vermögenserträgnisse aus konservativ veranlagten 313 Mio. Euro Rücklagen.

Für heuer sieht die Kassenführung ein Plus von 3,56 Mio. Euro vor. Denn man gehe von einer "normalen" Beitragsentwicklung aus, die Beiträge für Krankenanstalten seien aber weiterhin hoch, und es gebe bei den Heilmitteln Innovationen, die die Kasse auch finanzieren wolle. Fast durchgehend sei in den vergangenen Jahren ein Abgang geplant gewesen, "aber diesmal wollen wir mit dem geplanten Plus ein deutliches Zeichen setzen und uns nicht in die Phalanx einreihen, die das Jahr schon totreden. Wir werden es meistern und den Versicherten alles bieten, was sie brauchen, um gesund zu bleiben oder - wenn sie doch krank werden - um wieder gesund zu werden", stellte Hinterwirth fest.

apa.at

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