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APA-Artikel 13. Februar 2012

MedUni Wien setzt Expertenkommission ein

Zur Aufklärung der Vorgänge an der Medizinischen Fakultät nach 1945, insbesondere der Fälle von "Malaria-Therapie" an der Klinik Hoff, wird es eine unabhängige Expertenkommission geben. Die Frage, ob Behandlungen durchgeführt wurden, die nicht dem damaligen Stand der Wissenschaft entsprochen haben, soll vorrangig behandelt werden.

Der interdisziplinären Expertenkommission gehören unter anderen der Wiener Patientenanwalt Konrad Brustbauer und die Psychiaterin und Psychoanalytikerin Elisabeth Brainin an. Die endgültige Zusammensetzung der Expertenkommission soll in den nächsten Tagen feststehen.

"Gerade in Zeiten intensiver Ethikdebatten auf dem Gebiet der Medizin haben wir eine gesellschaftliche und wissenschaftliche Verpflichtung, auch die Ereignisse der vergangenen 70 Jahre mit offenem Blick zu erfassen und allfälliges begangenes Unrecht aufzuklären", sagt Christiane Druml, Vizerektorin der MedUni Wien für Klinische Angelegenheiten und Vorsitzende der Bioethikkommission.

Die Expertenkommission wird im Speziellen die Situation der psychisch Kranken an der damaligen Medizinischen Fakultät der Universität Wien in den Jahren ab 1945 aufarbeiten. Der Fokus liegt darauf, herauszufinden, ob Behandlungen durchgeführt wurden, die nicht nach damaligen Grundsätzen und anerkannten Methoden der medizinischen Wissenschaft erfolgt sind und ob ethische Richtlinien bei dieser Patientengruppe verletzt wurden.

apa.at

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