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APA-Artikel 9. Februar 2012

Frühschwangere - KAV-Direktor Marhold fühlt sich bestätigt

Der Direktor des Wiener Krankenanstaltenverbundes, Wilhelm Marhold, hat sich am Donnerstag in seiner ursprünglichen Kritik, dass die Frühschwangere im AKH nicht untersucht wurde, bestätigt gefühlt. Peter Husslein, Chef der Universitäts-Frauenklinik, habe offenbar eingesehen, dass die Frau untersucht hätte werden müssen. Hussleins Kritik an der Rudolfstiftung sei allerdings zurückzuweisen, sagte Marhold im APA-Gespräch. Das Ergebnis des Gutachtens, wonach kein medizinischer Fehler passiert sei, wollte er nicht kommentieren.

Er habe von Anfang an darauf hingewiesen, dass man die Patientin untersuchen hätte müssen, so der KAV-Chef. Schließlich gebe es für alle Wiener Krankenanstalten die Weisung, dass jeder hilfesuchende Patient zu administrieren sei, von einem dazu qualifizierten Arzt untersucht und wenn notwendig aufgenommen werden müsse, betonte Marhold. Insofern sei es "medizinisch, rechtlich und humanitär nicht haltbar" gewesen, die betreffende Frau nicht zu untersuchen.

Nicht nachvollziehen konnte Marhold Hussleins dahingehende Kritik, wonach die Frau auch in der Rudolfstiftung - das Spital gehört zum KAV - zuerst ohne Untersuchung bzw. ohne Arztkontakt nach Hause geschickt worden sei. Es gebe seitens der Rudolfstiftung eine umfangreiche Dokumentation, die belege, dass die Frau in diesem Fall sich für eine reguläre Geburt anmelden wollte. "Sie hat kein Wort über die Blutungen verloren", versicherte Marhold: "Hussleins Vorwurf geht ins Leere."

Nicht kommentieren wollte der KAV-Direktor jenes deutsche Gutachten, dass Husslein und Med-Uni-Rektor Wolfgang Schütz am heutigen Vormittag präsentierten. Der Expertise zufolge war im betreffenden Fall kein medizinischer Fehler passiert. Das Gutachten bzw. die medizinische Frage sei nicht sein Thema, so Marhold. Ihm gehe es darum sicherzustellen, dass jeder Wiener im Bedarfsfall untersucht werde.

apa.at

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