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APA-Artikel 7. Februar 2012

Studie: Angehende Pfleger in Demenzbetreuung unzureichend ausgebildet

Angehende Pflegefachkräfte sind in der Demenzbetreuung laut einer Studie nicht ausreichend ausgebildet. Der Großteil der Auszubildenden fühlt sich im Umgang mit an Demenz erkrankten Patienten überfordert, wie die Universität Bremen am Dienstag mitteilte. Wissenschaftler des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) an der Uni befragten alle rund 1300 Kranken- und Altenpflegeschulen in Deutschland sowie knapp 2500 Pflegeauszubildende.

Rund drei Viertel der Auszubildenden im Gesundheits- und Krankenpflegebereich wird danach regelmäßig beauftragt, Demenzkranke im Krankenhaus zu betreuen. Doch nur knapp ein Viertel davon glaubt, dass ihre Kompetenzen dafür ausreichen. Viele werden zum Beispiel unsicher, wenn Demenzpatienten aggressiv sind. Fast zwei Drittel haben Probleme, die Bedürfnisse der Kranken zu erkennen. Gut die Hälfte der Auszubildenden fühlt sich zudem im Umgang mit den Angehörigen schlecht vorbereitet.

Besser gerüstet sind laut Studie die Altenpflegeschulen. Sie verfügten über vielfältige Ansätze und Trainingsmöglichkeiten zur pflegerischen Versorgung demenzkranker Menschen. In Deutschland gelten rund 1,2 Millionen Menschen als demenzkrank. Ungefähr 60 Prozent davon haben Alzheimer.

hex/ul

071422 Feb 12

apa.at

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