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APA-Artikel 3. Februar 2012

EU stoppt irreführende Aussagen auf Lebensmitteln

Das EU-Parlament hat irreführende Werbeaussagen zum Nährwert von Lebensmitteln abgelehnt. Ein entsprechender Vorschlag der Europäischen Kommission, Herstellern die Bewerbung ihres Produktes mit der Aussage "enthält jetzt 15 Prozent weniger Zucker/Fett/Salz" zu gestatten, wurde am Donnerstag in Brüssel mit breiter Mehrheit zurückgewiesen.

Die Bezeichnungen würden dazu führen, dass "Konsumenten glauben, sie kaufen gesündere Produkte", erklärte die österreichische Abgeordnete Karin Kadenbach. Eine Zuckerreduktion beispielsweise bedeute nicht automatisch eine Kalorienreduktion, so Kadenbach. Am Dienstag hatte sich bereits der Gesundheits- und Umweltausschuss gegen die "Täuschung" von Konsumenten und die "irreführenden" Kennzeichnungen ausgesprochen.

Ziel sei es, dass "nur nährwertbezogene Angaben erlaubt sind, die einen wirklichen Nutzen für die Gesundheit bringen und den Verbraucher vor allem nicht in die Irre führen", sagte auch die CDU-Abgeordnete Renate Sommer. Die neue Werbeaussage würde aber genau das Gegenteil bewirken. Den Vorschlag der Kommission, die Werbung zu erlauben, ortete sie als "Druck der Industrie" auf die Brüsseler Behörde.

apa.at

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