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APA-Artikel 3. Februar 2012

FMA untersucht Kursbewegung bei Intercell

Die Finanzmarktaufsicht prüft einen verdächtigen Kursanstieg mit ungewöhnlich hohem Handelsvolumen beim börsenotierten Pharmaunternehmen Intercell, schreibt die "Presse". Denn in den Tagen vor dem gestrigen Mittwoch, an dem Intercell bekanntgab, dass zwei Studien (Phase III-Studien) über einen neuen Impfstoff positive Ergebnisse geliefert haben, hat die Aktie mehr als 20 Prozent an Wert gewonnen.

Zugleich wurden an den fünf Tagen durchschnittlich 450.000 Aktien gehandelt, statt 148.000 wie sonst üblich. Damit wurden in diesen Tagen mehr Intercell- als OMV- oder Raiffeisen-International-Aktien gehandelt. Raiffeisen-Analyst Daniel Damaska nenne dies eine "erstaunliche Zufälligkeit", FMA-Sprecher Klaus Grubelnik eine "Auffälligkeit", so die Zeitung: "Wir werden untersuchen, ob es dafür eine schlüssige Erklärung gibt oder nicht", zitiert sie Grubelnik. "Die Untersuchungen werden Monate dauern." Konkret werde die FMA Markterwartungen, Empfehlungen von Analysten, Umsatz- und Gewinnzahlen und sonstige für den Aktienkurs relevante Faktoren zerpflücken. Ein Gutteil der Ermittlungen wird wieder eingestellt, weil die Kursbewegungen schlüssig erklärt werden können, erinnert die "Presse".

Firmenchef Thomas Lingelbach weist jede Nähe zu einem möglichen Insiderhandel von sich. "Wir sehen überhaupt keine direkte Korrelation", sagte er zur Presse. Der Anstieg des Kurses sei auf "großartige Arbeit im Investors Relations Bereich" zurückzuführen. Auch Analysten würden sich positiv äußern. Auf die Frage, warum der Aktienkurs ausgerechnet in den fünf Tagen vor Bekanntgabe der Studienergebnisse explosionsartig angestiegen ist, antwortet Lingelbach: "Das wissen wir nicht, aber ich vermute, dass die positiven Ergebnisse eben vom Markt erwartet wurden."

apa.at

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