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APA-Artikel 2. Februar 2012

Sinkende Erkrankungs- und Todesraten bei Krebs

Pro Jahr werden in Österreich rund 20.000 Männer und 18.000 Frauen mit einer Krebsdiagnose konfrontiert. Bei jährlich rund 9.000 Frauen und 10.000 Männern führt eine Krebserkrankung zum Tod. Damit sind diese Leiden für etwa ein Viertel der Todesfälle verantwortlich. Allerdings sinken sowohl die Rate an Neuerkrankungen als auch jene der Sterbefälle laut Statistik Austria langfristig.

"Berücksichtigt man die Veränderung der Altersstruktur der österreichischen Bevölkerung, so sanken in den letzten zehn Jahren (1999/2009, Anm.) sowohl die Neuerkrankungen als auch die Krebssterblichkeit (altersstandardisierte Raten). Der Rückgang der Neuerkrankungsrate betrug bei Männern 13 Prozent und bei Frauen sechs Prozent. Auch die Krebssterblichkeit war in den letzten zehn Jahren rückläufig, bei den Männern etwas stärker (minus 15 Prozent) als bei den Frauen (minus zwölf Prozent)", hieß es anlässlich des Welt-Krebstages am Samstag.

Brustkrebs ist mit einem Anteil von rund 28 Prozent (bzw. 4.955 Fällen absolut) bei den Frauen seit langem die häufigste Krebserkrankung. Allerdings nahm die Neuerkrankungsrate im Vergleich zu 1999 um fünf Prozent ab. Da Mammakarzinome durch das vermehrte Screening in einem immer früheren Stadium erkannt wird, ging die Sterblichkeit bei Frauen in den vergangenen zehn Jahren um 15 Prozent zurück. Dennoch war Brustkrebs auch 2009 die mit Abstand häufigste Krebstodesursache bei Frauen. 18 Prozent aller weiblichen Krebssterbefälle waren auf Brustkrebs zurückzuführen.

Prostatakrebs machte im Jahr 2009 bei den Männern mit knapp 4.900 Fällen absolut ein Viertel aller bösartigen Tumorerkrankungen aus. Altersstandardisiert gingen die Neuerkrankungen in den vergangenen zehn Jahren um 15 Prozent zurück. Rund jeder zehnte Krebstodesfall bei den Männern war auf Prostatakrebs zurückzuführen. Die Rate der Sterblichkeit an Prostatakrebs reduzierte sich sogar um etwa ein Drittel.

apa.at

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