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APA-Artikel 25. Jänner 2012

Vollkornweckerl statt Wurstsemmel zur Schuljause

Weg von der klassischen Wurstsemmel, hin zum Vollkornweckerl mit Käse oder Schinken: Ernährungsexperten empfehlen Kindern weniger Zucker, weniger Weißmehl und weniger Fett. Über 250.000 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren in Österreich sind zu dick. Gegessen wird oft in der Schule, denn nur etwa die Hälfte der Kinder bekommt von zu Hause eine Jause mit.

DAs ist eine Gratwanderung, wenn in Schulbuffets Cola, Schokolade und Wurstsemmeln angeboten werden. "50 Prozent der Ernährung von Kindern sollten aus Kohlenhydrate bestehen, 30 Prozent aus hochwertigen Fetten auf pflanzlicher Basis und der Rest sollte sich aus hochwertigen Eiweißen zusammensetzen", erklärte Experte Manuel Schätzer von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit das angepeilte Ziel einer Mischkost. Obst und Gemüse würden zu den Kohlenhydrate gezählt werden.

Somit würde die "neue" Wurstsemmel ein Vollkornweckerl mit Schinken sein. Denn eine Semmel aus Weißmehl wäre ein Produkt mit geringem Ballaststoffanteil, das den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen und ein Hungergefühl schnell wieder kommen lässt. Zudem habe das Fett der Wurst einen schlechteren Einfluss auf das Herzkreislaufsystem, so der Ernährungswissenschafter.

Schätzer ist überzeugt, dass das Essen, das zu Hause angeboten wird, auf den Wünschen der Kinder basiert. Durch gesundes Essen in der Schule würden die Kinder Einfluss auf die Ernährung daheim üben. "Man sollte sich kleine und einfache Ziele stecken. Statt der Salamisemmel könnte es eine Schinkensemmel sein, und wenn dann auch noch eine Tomate drinnen ist, um es saftiger zu machen, dann haben wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung", sagte Schätzer. "Die Methode funktioniert."

Das ideale Schulbuffet würde sich aus dunklem Gebäck, magerem Fleisch und Wurst, Käse, Aufstrich auf Topfen- und Frischkäsebasis, Obst, Milch, Mineralwasser und gespritzte Säfte zusammensetzen. Als zusätzliche Gerichte könnten Ofenkartoffeln mit Kräuterdip oder gefüllte Wraps angeboten werden.

Portionsgrößen werden zum Großteil anhand der Hand gemessen: etwa zwei Fäuste Nudeln, eine Hand voll Getreide oder ein handtellergroßes Stück Fleisch oder Wurst. "Ein erwachsener Mann hat dementsprechend eine andere Portionsgröße als ein Kind", sagte Schätzer. "Wir wollen keine Verbote aussprechen", so Schätzer, sondern eine gesunde Vielfalt der Speisen, erklärte Experte.

apa.at

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