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APA-Artikel 25. Jänner 2012

Lonza trennt sich von CEO Borgas

Der weltgrößte Pharma-Auftragshersteller Lonza trennt sich mit sofortiger Wirkung von Konzernchef Stefan Borgas. Der Konzern werde bis auf weiteres von Verwaltungsratspräsident Rolf Soiron geleitet, teilte Lonza am Mittwoch mit. "Ein Konzernchef hat die Verantwortung, die an ihn gestellten Erwartungen zu erfüllen. Dies ist in den letzten Jahren nicht geschehen," sagte Soiron.

Der Verwaltungsrat sei daher in den letzten 48 Stunden zur Überzeugung gelangt, sich von Borgas zu trennen. Lonza wolle sich nun verstärkt auf die Implementierung der Geschäftsziele konzentrieren, erklärte Soiron weiter. Das Kerngeschäft der Basler Firma, die Herstellung klassisch chemischer Wirkstoffe im Auftrag von Großkonzernen wie Novartis oder dem israelischen Generikaproduzenten TEVA hatte zuletzt mit deutlichem Gegenwind zu kämpfen. Im vergangenen Jahr hatte sich Lonza daher mit der Übernahme des US-Biozidherstellers Arch ein zweites Standbein geschaffen.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr hatte Lonza aufgrund des starken Währungseffekts einen deutlichen Gewinnrückgang zu verzeichnen. Der Reingewinn halbierte sich nahezu auf 154 Mio. Franken (127,6 Mio. Euro). Dagegen verbesserte sich der Umsatz hauptsächlich akquisitionsbedingt um 0,4 Prozent auf 2,70 Mrd. Franken. Analysten hatten mit einem Reingewinn von 201 Mio. Franken und einem Umsatz von 2,70 Mrd. Franken gerechnet. Das laufende Geschäftsjahr werde herausfordernd, hieß es weiter. Dennoch rechne der Konzern mit einer deutlichen Steigerung des Gewinns je Aktie.

apa.at

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