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APA-Artikel 19. Jänner 2012

Pflegeheim-Pleite als Folge von Sparkurs

Über die Grazer Humanitas Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH ist nach Angaben der Gläubigerschutzverbände am Donnerstag das Konkursverfahren eröffnet worden. Unmittelbare Auswirkungen für den Betrieb von sechs steirischen Seniorenheimen gibt es vorläufig nicht, was sich bei einem Scheitern des angestrebten Sanierungsverfahrens jedoch ändern könnte.

Die Ursache für finanzielle Schieflage mit Verbindlichkeiten in der Höhe von 14,8 Mio. Euro wird von den Eigentümern im Sparkurs der öffentlichen Hand gesehen. Kürzungen und Zugangsbeschränkungen im Sozialbereich, die nur teilweise erfolgte Valorisierung der Pflegetagsätze sowie die zum Teil auf die Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand zurückgeführte schwache Auslastung der Pflegeheime habe zu den Problemen in der Holding geführt. Diese beschäftigt seit Dezember 2011 keine Dienstnehmer mehr und dient nur zur Beteiligungsverwaltung der in eigenen Gesellschaften geführten Pflegeheime. Der Großteil der Verbindlichkeiten entfällt laut Kreditschützern auf Bankkredite und Rückstände bei den Steuer- und Abgabenbehörden.

Der vorgelegte Sanierungsplan sieht eine 20-prozentige Quote binnen zwei Jahren vor, Verhandlungen mit einem Investor bzw. einem neuen Partner seien laut Gesellschaftern im Laufen. Zudem seien Restrukturierungsmaßnahmen bereits eingeleitet worden.

apa.at

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